2006 ¦ Paris vor 20 Jahren
Als junger Student entschied ich mich, mein obligates Austauschsemester im Rahmen des Erasmus-Programms in der französischen Hauptstadt zu verbringen. Dank mehreren Besuchen der beiden Drehkreuze während meines gut viermonatigen Aufenthalts entstand eine ordentliche Sammlung an Bildern. Eine Auswahl der aviatischen Eindrücke aus der französischen Hauptstadt und ihren Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle und Orly von der ersten Jahreshälfte 2006 ist in diesem Album zusammengestellt.
- 1926-2026 ¦ 100 Jahre Lufthansa
- 1941-2024 ¦ Hawaiian Airlines
- 1959-1968 ¦ Zürich vor 60 Jahren
- 1960 - 2004 ¦ Sommervögel
- 1961-2025 ¦ BAe 748 und BAe ATP
- 1966-2023 ¦ Die CSA im Rückblick
- 1969-1978 ¦ Erinnerungen an die SATA
- 1986-2025 ¦ Frachter in LUX und LGG
- 1988-2026 ¦ Loganair, Luftfahrt in Schottland
- 1990-2025 ¦ Boeing 757 bei Condor
- 1992 ¦ Wie einst im Mai in ZRH
- 1993 ¦ Bündelitag am EuroAirport
- 1993 ¦ Sylvester in Las Vegas-McCarran
- 1995-1998 ¦ Western Pacific Airlines
- 1995-2025 ¦ 30 Jahre Edelweiss
- 1995-2025 ¦ EasyJet feiert 30 Jahre Bestehen
- 2006 ¦ Paris vor 20 Jahren
- 2024 ¦ Luxembourg Defence Days
- 2024 ¦ Stanserhorn Oldtimer Flugschau
- 2024 ¦ Toronto Pearson Airport
- 2025 ¦ Abschied der DC-8 bei Samaritan's Purse
- 2025 ¦ Nachlese zum WEF 2025
- 2026 ¦ Nachlese zum WEF 2026
Volare Airlines wurde 1997 gegründet und war zunächst im Charter- und später auch im Linienverkehr tätig. Im Zuge der Terroranschläge vom 11. September 2001 und den daraus resultierenden negativen Auswirkungen für die Luftfahrtindustrie entschied man sich für einen Strategiewechsel und trat ab Februar 2003 als Lowcoster unter dem Namen Volareweb auf. Nebst der eigenen Flotte wurde auch auf eingemietetes Fluggerät zurückgegriffen, so beispielsweise der Airbus A320-232 SX-BVC der griechischen Hellas Jet, welcher sich an diesem sonnigen Tag Anfang April im Anflug auf Orly zeigte. | |
In den Nullerjahren aktiv war der slowakisch-österreichische Lowcoster SkyEurope. Gestartet wurde 2002 mir Embraer 120, später kamen Boeing 737-300/-500/-700 dazu. In Orly waren diese täglich anzutreffen. Ende August 2009 musste Insolvenz angemeldet und der Betrieb eingestellt werden. Die abgebildete B737-5Y0 OM-SEG verbrachte von August 2005 bis Juli 2007 knappe zwei Jahre bei SkyEurope, nachdem sie zuvor ein Jahr bei der ungarischen Tochtergesellschaft SkyEurope Hungary als HA-LKP im Einsatz stand. Ausgeliefert wurde sie 1992 als TC-JDV an Turkish Airlines. Nach ihrer Zeit bei SkyEurope war sie lange in Russland bei Nordavia bzw. Smartavia unterwegs. Seit Dezember 2020 steht sie bei Dynamic Aviation in den USA im Einsatz, welche sie im Auftrag der Marine Spill Response Corporation betreibt. SkyEurope (SkyEurope Airlines) | |
2005 übernahm die isländische Investmentgesellschaft FL Group die beiden dänischen Airlines Maersk Air und Sterling Airlines und führte diese in eine Gesellschaft zusammen, welche sich fortan Sterling nannte. Die ehemaligen Maersk Air-Flugzeuge behielten dabei zunächst ihren Grundanstrich und wurden lediglich mit entsprechenden Sterling-Titeln versehen. Ende Oktober 2008 musste jedoch Insolvenz angemeldet werden. Daraufhin sicherte sich der dänische Mitbewerber Cimber Air die Namensrechte und Teile der Flotte und trat in der Folge neu als Cimber Sterling auf, bis er 2012 seinerseits Konkurs anmelden musste. Die B737-5L9 OY-APK ist heute noch immer bei der Luftwaffe Ecuadors als FAE640 aktiv. | |
Ewig lange her scheinen die Zeiten, als EasyJet Boeing-Flugzeuge betrieb. Im Frühling 2006 waren jedoch Boeing 737 noch eher der Normalfall, während die ersten A319 erst kurz vorher zur Flotte gestossen waren. Die B737-73V wurde im Juli 2003 direkt ab Werk übernommen und stand nach der Ausmusterung im Frühling 2011 als EI-IGT bei Meridiana resp. später Air Italy im Einsatz. Im Januar 2017 wurde sie jedoch nach noch nicht mal 14 Dienstjahren im kalifornischen San Bernardino abgestellt. | |
Jet2, damals noch eine relativ neue Erscheinung am europäischen Himmel, betrieb insgesamt 26 verschiedene Boeing 737-300, wobei heute noch sieben Exemplare aktiv sind. Nicht mehr dazu gehört schon länger die B737-377 G-CELB, welche über viele Jahre auffällig auf die Verbindungen des Lowcosters in die nordenglische Grafschaft Yorkshire aufmerksam machte. Sie wurde im Januar 1987 an Ansett ausgeliefert und stiess im Juli 2003 zu Jet2, wo sie noch bis im Herbst 2015 im Einsatz stand, bevor sie in Kemble verschrottet wurde. | |
Zu Beginn der Neunzigerjahre unter Mithilfe u.a. von Aer Lingus gegründet, war Futura International Airways fast zwei Jahrzehnte lang auf vielen europäischen Flughäfen ein regelmässiger Gast. Operiert wurde mit Boeing 737 verschiedener Varianten. Die B737-4K5 EC-JSS, ursprünglich im Mai 1989 an Hapag-Lloyd ausgeliefert, war zum Zeitpunkt der Aufnahme erst wenige Wochen Teil der Flotte von Futura. Sie trug zu Beginn Werbeaufschriften für die Kundenkarte des spanischen Kaufhausgruppe El Corte Inglés und erhielt erst später die volle Bemalung. Nach der Betriebseinstellung des spanischen Ferienfliegers wurde sie zum Frachter umgebaut und ist heute nach Stationen bei Solinair in Slowenien und West Atlantic UK bei Aerosucre in Kolumbien weiterhin aktiv. Futura (Futura International Airways) | |
Neben vier Airbus A319 betrieb Meridiana Mitte der Nullerjahre eine stattliche Anzahl MD-82/83, darunter auch die MD-82 I-SMEM, welche im September 1984 werksneu an die damalige Alisarda ausgeliefert wurde. Sie verblieb auch nach dem nächsten Namenswechsel bei der ursprünglich aus Sardinien stammenden Airline, als sich diese 2010 mit Eurofly zusammenschloss und Meridiana Fly gründete. Im August 2016 und somit vor dem erneuten Rebranding auf Airitaly wurde sie in Olbia abgestellt. | |
Nordic Leisure, oder später auch Nordic Airways, war in den Nullerjahren mit einer aus mehreren MD-80 bestehenden Flotte im europäischen Charterverkehr aktiv. Nach der Betriebseinstellung 2009 trat Air Sweden die Nachfolge an und übernahm die hier abgebildete MD-81 SE-DMT. 2012 verschwand auch Air Sweden wieder, daraufhin wurde die SE-DMT in Stockholm Arlanda abgestellt und Jahre später, im Oktober 2023, verschrottet. Sie wurde übrigens im Oktober 1980 als HB-IND an Swissair ausgeliefert, wo sie bis November 1997 aktiv war. | |
Ein Jahrzehnt lang, nämlich von November 2003 bis Dezember 2013, betrieb Royal Air Maroc auch A321-211 in der Flotte. Insgesamt vier Einheiten davon kamen bei RAM zum Einsatz, darunter die CN-RNY. Bei der - im Gegensatz zu den B737-800, von welchen der marokkanische Flagcarrier bis heute über 30 Einheiten eingesetzt hat - vergleichsweise kleinen Anzahl waren sie entsprechend selten anzutreffen, die höchsten Chanchen ausserhalb Marokkos bestanden dabei wohl in Paris Orly. Alle vier Stück gingen anschliessend an S7 Airlines, wo sie noch heute aktiv sind. | |
Die Nullerjahre in der zivilen Luftfahrt zeichneten sich auch dadurch aus, dass überall Low-Cost-Carrier wie Pilze aus dem Boden schossen. Viele Mainlinecarrier versuchten, auf den Zug aufzuspringen und gründeten eigene Lowcost-Tochtergesellschaften. So auch Royal Air Maroc, welche im Sommer 2004 Atlas Blue lancierte und sie zunächst mit eigenen B737-400 und -500 austattete. Später wurden auch die vier A321-211 an Atlas Blue transferiert, wie die CN-ROF, welche vom Sommerflugplan 2006 bis Mitte Juni 2009 bei Lowcoster zum Einsatz kam. Ende Sommerflugplan 2009 wurde das "Experiment" beendet und Atlas Blue wieder in die Muttergesellschaft integriert. |
