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Channel Airways war eine abwechslungsreiche britische Charterairline, die bis zur Betriebseinstellung Ende Dezember 1971 zehn verschiedene Typenmuster aus britischer Produktion einsetzte. Die Palette reichte von der DH.89 Dragon Rapide bis zur HS.121 Trident und der DH.106 Comet 4B, hier die noch im Design der Vorbesitzerin Olympic Airways fliegende G-ARDI.

Die SE-CFD war eine von einem Dutzend Curtiss C-46 Commando, die von Transair Sweden ab 1951 für Fracht- und Passagiercharter in den Süden genutzt wurden. Bei ihr handelt es sich um eine C-46A, die Transair direkt aus Beständen der US Navy erwarb.

Die von Sir Freddie Laker initiierte Laker Airways nahm 1966 den Charterbetrieb mit zwei Britannia auf, die sie von BOAC erwarb. Die Bristol 175 Britannia 102 G-ANBN wirbt im Laker-Kleid erstaunlich modern.

Zu den Charter-Pionieren gehört die britische Invicta Air Cargo, die 1961 als Frachtairline gegründet wurde und später auch Passagierflüge anbot. Nach dem Verkauf einzelner Geschäftsfelder an BMA British Midland Airways und einer Reorganisation trat sie als Invicta International Airlines auf. Zur Flotte gehörten mehrheitlich Flugzeuge aus heimischer Produktion, so auch die Vickers Viking 1A G-AHOY.

Die spanische TAE nahm den Betrieb im Frühjahr 1967 mit zwei aus den USA gebraucht importierten DC-7C auf. Die EC-BEN diente nach der Ausserdienststellung 1977 noch bis 1984 als Discothek in Valencia.

Falconair – nicht zu verwechseln mit der späteren Frachtairline Falcon Air Sweden – führte zwischen 1967 und 1970 mit jeweils drei Vickers 700 Viscount und drei Lockheed L-188 Electra Charterflüge ab dem Flugplatz Malmö Bulltofta durch, der 1972 durch den heutigen Airport Malmö Sturup ersetzt wurde. Die Vickers 784D Viscount SE-CNL stammte von Philippine Airlines.

Nur gerade fünf Jahre lang führte Air Ferry mit Vickers Viscount und Douglas DC-4 sowie DC-6 Charterflüge durch. Auch in Basel/Mulhouse war sie ein häufiger Gast, wo sie in ihrer kurzen Betriebszeit 1'994 Rotationen durchführte. Im letzten Betriebsjahr startet die Douglas DC-4 (C-54B Skymaster) G-ARWI ihre Motoren für den Rückflug.

Als Inlandairline gegründet, wurde Kar-Air ab 1963 zur Chartertochter der Finnair. Neben Passagierflügen führte sie insbesondere mit ihren drei Douglas DC-6B, hier die OH-KDC, auch Frachtflüge durch.

OH-KDC

c/n: 44169

s/n: 437

Jörg Vögtlin 29.6.1969 BSL

Die DC-9-15 D-AMOR mit dem zu den späten 1960er-Jahren passenden Namen «Lovebird» kann ihre Vergangenheit als Swissair-Flugzeug kaum verbergen: Von Sommer 1967 bis Herbst 1968 flog sie als HB-IFE «Ticino», bevor sie im Austausch für grössere DC-9-32 an den Hersteller retourniert wurde. Im Sommer 1969 vermietete dieser sie an Germanair in Frankfurt, die auf die Auslieferung ihrer vier bestellten BAC 1-11 wartete, die ebenso «liebevolle» Registrationen erhielten - neben einer neuerlichen D-AMOR wurden sie als D-AMAT (lateinisch für er/sie liebt), D-AMUR (franz. «l'amour») und D-AMIE (franz. Freundin) eingetragen. Als N9348 flog diese DC-9 bis Januar 2005 für Northwest Airlines, wo sie als letzte DC-9-10 in der Flotte ausgemustert wurde.

D-AMOR

c/n: 45787

s/n: 127

Sammlung Andy Herzog Juli 1969 FRA

Atlantis flog zwischen 1968 und 1972 mit fünf DC-8 und drei DC-9-32 wie der D-ADIT ab Süddeutschland zu Urlaubszielen.

D-ADIT

c/n: 47450

s/n: 535

Sammlung Andy Herzog Sommer 1970 PMI
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