 | Air France übernahm ab September 1991 14 Boeing 737-500 direkt ab Werk. Um die Jahrtausendwende folgten noch zwölf weitere Einheiten aus zweiter Hand. Die B737-528 F-GJNH ist, wie dem Boeing-Code einfach zu entnehmen ist, eines der "eigenen" Exemplare. Sie wurde im März 1992 eingeflottet und wurde gute 15 Jahre später von der russischen Donavia übernommen, welche sie noch bis Ende März 2012 weiter betrieb. Danach und somit ziemlich genau 20 Jahre nach ihrer Fertigstellung wurde sie in Saint Athan verschrottet. |
 | Die ersten 21 gebauten Airbus A320, ausgeliefert zwischen Februar 1988 und Dezember 1989, unterschieden sich von ihren Nachfolgemodellen äusserlich lediglich durch die fehlenden Wingtips. Sie waren zudem mit kleineren Treibstofftanks ausgestattet und ihr maximales Abfluggewicht lag tiefer. Von dieser so genannten A320-100-Version übernahm Air France acht Stück. Fünf Einheiten sicherte sich British Airways, welche noch auf eine Bestellung der zwischenzeitlich integrierten British Caledonian Airways zurückgingen. Die weiteren sieben Exemplare (mit Ausnahme des Prototyps mit Baunummer 1, welcher bei Airbus blieb) gingen an Air Inter, darunter auch der A320-111 F-GGEB. Als Air Inter 1997 in Air France aufging, kamen diese, abzüglich der bei einem Unglück in den Vogesen verlorenen F-GGED, ebenfalls in Besitz von Air France. |
 | 16 Airbus A330-203 übernahm Air France zwischen Dezember 2001 und April 2005. Das tragische Schicksal der letzten ausgelieferten Einheit, der F-GZCP, dürfte weit über die Aviatikszene bekannt sein. Sie stürzte am 1. Juni 2009 auf dem Flug AF447 von Rio de Janeiro nach Paris-CDG in den Atlantik, wobei alle 228 Insassen ihr Leben verloren. Es handelt sich um das Ereignis mit den meisten Todesopfern in der Geschichte von Air France und ebenso des Airbus A330. |
 | Auf der Langstrecke betrieb Air France im Frühling 2006 25 Boeing 777-228ER, von denen heute noch 18 aktiver Teil der Flotte sind. Dazu gehört auch die F-GSPZ, die im Mai 2002 als letzte Einheit übernommen wurde. |
 | Zusammen mit Lufthansa war Air France Erstbetreiber des Airbus A340-300. 28 Einheiten flogen beim französischen Flagcarrier, dazu kamen noch sechs A340-200, welche allerdings nur wenige Jahre in der Flotte blieben. Mit Auslieferung im Februar 1999 ist der A340-313X F-GLZP eines der letzten übernommenen Exemplare und wurde noch bis zum Ausbruch der COVID-19-Pandemie im März 2020 betrieben, zuletzt beim Spinoff Joon. Seither steht der Vierstrahler am Flughafen Lourdes / Tarbes abgestellt. |
 | Air France war der weltweit erste Betreiber der Boeing 777-300ER. Die mit dem lange leistungsstärksten Strahltriebwerk der Zivilluftfahrt, dem GE90-115B, bestückte Triple Seven-Variante fand in der Folge zahlreiche weitere Abnehmen und revolutionierte damit in den letzten 20 Jahren die Langstreckenverbindungen. AIr France übernahm von Mai 2004 bis April 2016 insgesamt 43 Exemplare, darunter die F-GSQF im November 2004. |
 | Mit der Übernahme von UTA zu Beginn der 1990er-Jahre gelangten auch zwei Boeing 747-300 in die Flotte von Air France. Der französische Flagcarrier betrieb die B747-3B3(SCD) F-GETA und ihre Schwestermaschine F-GETB bis Ende 2006. Zuletzt waren sie in Orly stationiert und kamen vorwiegend auf den Langstrecken zu den französischen Überseegebieten zum Einsatz. Beide Vierstrahler gelangten anschliessend über Umwege zu Mahan Air, die ehemalige F-GETA schaffte es danach auch noch nach Venezuela als YV3531 bei Emtrasur Cargo. |
 | Von der 400er-Variante der Boeing 747 betrieb Air France lediglich 16 verschiedene Einheiten in Passagierkonfiguration, eine eher bescheidene Anzahl im Vergleich mit anderen grossen europäischen Mainline-Carrier wie BA, KLM oder Lufthansa. Die B747-428SCD wurde im September 1992 übernommen und knapp 20 Jahre später ausgeflottet. Via einen Abstecher bei Orient Thai gelangte der Vierstrahler in die Flotte von Eaglexpress Air Charter aus Malaysia. Seit zehn Jahren ist er jedoch in Jakarta abgestellt. |
 | Ein typisches Bild aus Paris Orly für die 90er- sowie die Nullerjahre: Die B747-428 F-GITC beim Line-up auf die Piste 07, vom Parc Gaston Jankiewicz aus aufgenommen. Ähnliche Aufnahmen sind heute noch möglich, allerdings aufgrund eines höheren Zauns etwas eingeschränkt. |
 | Von der Frachtversion der B747-400 übernahm Air France Anfang bis Mitte der Nullerjahre fünf Einheiten, welche später noch von einer Einheit aus KLM-Beständen sowie drei zum Frachter umgebaute Passagier-B747-400 ergänzt wurden. Die F-GIUA transportierte von Oktober 2002 bis April 2015 Fracht für den französischen Flagcarrier und verliess die Flotte anschliessend Richtung ACT Cargo bzw. MyCargo, wo nochmals fast 10 Jahre im Einsatz stand. Aktiv ist sie mittlerweile bei Compass Air Cargo aus Bulgarien. |