In einem eher diskreten Erscheinungsbild fliegt die einzige Boeing 737-36Q(F) der Constanta Airlines, deren Hauptsitz im umkämpften Zaporizhzhia angesiedelt ist. Gebaut wurde die heutige UR-UAA einst für Tarom, wo sie von 1998 bis 2004 im Einsatz stand, bevor sie über mehrere chinesische Betreiber zu Constanta Airlines gelangte.
Im Laufe des Winters 2025/26 wird Jet2 voraussichtlich ihre letzten noch verbliebenen Boeing 737-300 ausser Dienst stellen. Die Boeing 737-36N G-GDFM wurde 1999 an Virgin Express ausgeliefert und steht seit Mai 2013 bei Jet2 im Einsatz.
Die Boeing 737-3L9 LY-BGS der KlasJet begann ihre lange Karriere im September 1992 als OY-MAN bei Maersk Air in Dänemark. Bereits einen Monat später wurde sie zunächst an die Deutsche BA als D-ADBD vermietet. Im März 1999 folgte eine weitere Vermietung, diesmal als SX-BGI an Cronus Airlines in Griechenland, die zwei Jahre später zusammen mit der SX-BGI von Aegean Airlines übernommen wurde. Es folgten Einsätze bei Air Asia in Malaysia (9M-AAG), Indonesia Air Asia (PK-AWG), Fly LAL Charters und Small Planet Airlines in Littauen bevor sie im Mai 2014 nach Weissrussland zur Belavia gelangte (EW-404PA). Nachdem sie von September 2019 bis Juli 2022 in Vilnius abgestellt war, gelangte sie 2023 zur KlasJet, die den mittlerweile über 30 Jahre alten Jet für VIP-Charter einsetzt.
Fussballturniere inspirieren nicht nur Deutschland, sondern auch seinen Flagcarrier Lufthansa regelmässig zu speziellen Aktionen. Beinahe schon legendär sind die Auftritte als «Fanhansa», so etwa in Form der Boeing 737-330 D-ABEK anlässlich der Fussball-Europameisterschaft 2016.
Die Boeing 737-330 der Lufthansa, hier die D-ABEM «Eberswalde», waren mehrheitlich im 1989 eingeführten weiss/grauen Design anzutreffen, das während 30 Jahre das Erscheinungsbild des deutschen Flagcarriers prägte.
Sehr gewöhnungsbedürftig war die gelb-violette Bemalung der Europe Airpost, wie hier auf der Boeing 737-33AQC F-GIXD beim Start auf der Piste 16 in Basel. Während etlicher Jahre waren diese Maschinen vor allem freitags auf Charterflügen in Richtung Mittelmeer zu sehen. Nach vielen Jahren in französischen Charter- und Postdiensten gelangte die Maschine 2013 zu Air Panama und schliesslich 2016 zurück nach Europa, zu Maleth-Aero.
Europe Airpost, zuvor auch bekannt als Aéropostale, war ein Ableger der französischen Post und betrieb damals mehrere Boeing 737-300QC, welche üblicherweise tagsüber Linien- und Charterpassagierflüge flogen und nachts im Fracht- und Paketlieferdienst zum Einsatz kamen. Später wurde sie Teil der irischen ASL-Gruppe und tritt heute als ASL Airlines France auf. Die B737-3B3 F-GIXE war von Juni 1992 bis Dezember 2015 Teil der Flotte. Sie ist heute als ER-BTC bei der moldawischen Terra Avia noch immer aktiv.
Jet2, damals noch eine relativ neue Erscheinung am europäischen Himmel, betrieb insgesamt 26 verschiedene Boeing 737-300, wobei heute noch sieben Exemplare aktiv sind. Nicht mehr dazu gehört schon länger die B737-377 G-CELB, welche über viele Jahre auffällig auf die Verbindungen des Lowcosters in die nordenglische Grafschaft Yorkshire aufmerksam machte. Sie wurde im Januar 1987 an Ansett ausgeliefert und stiess im Juli 2003 zu Jet2, wo sie noch bis im Herbst 2015 im Einsatz stand, bevor sie in Kemble verschrottet wurde.
Die Heliopolis-Nachfolgerin Flash Airlines setzte auf zwei Boeing 737-300, darunter die Boeing 737-3Q8 SU-ZCF. Nachdem sie am 3. Januar 2004 unmittelbar nach dem Start zu einem Charterflug nach Paris-Charles de Gaulle vor Sharm el-Sheik ins Rote Meer stürzte, wobei alle 148 Insassen ihr Leben verloren, musste Flash Airlines den Betrieb einstellen.
Air Anatolia war eine von zahlreichen Charterairlines, die in den 1980er und 1990er-Jahren nur kurzzeitig in der Türkei aktiv waren. Sie ging 1998 als Nachfolgerin der GTI Airlines an den Start, übernahm 2001 zusätzlich das Geschäft der EuroSun Airlines und stellte den Betrieb 2002 wieder ein. Zur Flotte gehörte auch die von der EuroSun geerbte Boeing 737-3K2 TC-ESB.