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Im französischen Leisure-Langstreckengeschäft tätig war Corsair auch schon vor zwanzig Jahren. Zum damaligen Zeitpunkt waren nebst mehreren Boeing 747-400 auch ein Airbus A330-300 und zwei Airbus A330-200 Teil der Flotte. An den Zusatztiteln des A330-243 F-HCAT unter den Cockpitfenstern ist die Beteiligung des Reisekonzerns TUI zu erkennen, welche mit unterschiedlich hohen Anteilen der Aktien insgesamt fast zwei Jahrzehnte gedauert hat. Die F-HCAT stand übrigens von der Auslieferung im Juli 1999 bis zur Ausmusterung im Mai 2022 nur bei Corsair im Einsatz. Kurz darauf wurde er in St. Athan verschrottet.

Um den Tourismus in französisch Polynesien anzukurbeln, gründete die lokale Airline Air Tahiti, in den 90ern Air Tahiti Nui, welche mit Langstreckenflugzeugen ausgestattet die Anbindung des französischen Überseegebiets mit dem fernen Frankreich sowie auch mit Zielen in Nordamerika, Asien und dem restlichen Ozeanien sicherstellte. Die äusserst attraktiv bemalten A340-300 standen über eineinhalb Jahrzehnte im EInsatz und wurden erst ab Ende 2018 mit Boeing 787-9 ersetzt. Die auf den Namen der Insel Mangareva getaufte F-OJGF wurde im April 2002 direkt ab Werk übernommen, im Oktober 2019 ausser Dienst gestellt und in Marana parkiert.

Die französische Luftwaffe setzte als Truppentransporter bis vor einigen Jahren drei Airbus A310 ein, darunter den A310-304 F-RADC. Er wurde im Januar 1988 an Wardair nach Kanada ausgelifert. Nach der Übernahme durch Canadian Airlines verliess er die Flotte schon bald und stand in den 90ern zunächst für Sudan Airways und später für KTHY in Nordzypern im Einsatz, bevor im Januar 2001 zur Armée de l'Air stiess. Im November 2021 wurde er in Lourdes verschrottet.

F-RADC

c/n: 418

Francesco Frasa 8.6.2006 CDG

Nebst Truppentransporter wie A310 konnten bei einem Besuch in CDG mit etwas Glück auch Tanker der Armée de l'Air auf der Speicherkarte verewigt werden. Die Boeing C-135FR Stratolifter 38471, interne Flottennummer 93CB, stand bei der französischen Luftwaffe 57 Jahre lang im Einsatz, bevor sie im Juni 2021 ausgemustert wurde.

Während eines guten Jahrzehnts betrieb KLM auch die Boeing 767-300ER in ihrer Flotte. Zwölf Einheiten wurden ab Mitte der 90er-Jahre bis zur Jahrtausendwende an den niederländischen Flagcarrier ausgeliefert, darunter im Mai 1997 auch die B767-306ER PH-BZK. Sie wurde auf den Namen Zeelandbrug / Zeeland Bridge getauft, der mit 5'022 Metern Länge längsten Brücke der Niederlande. Im April 2007 verliess der Zweistrahler die Flotte, heute ist er bei Azur Air als RA-73032 noch immer aktiv.

PH-BZK

c/n: 27614

s/n: 661

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

Zwei Dutzend eigene Boeing 757-236 betrieb Iberia um die Jahrtausendwende, darunter kamen noch sieben von Air Europa eingemietete Exemplare. Die EC-HDU wurde im Februar 2000 übernommen und verliess den spanischen Flagcarrier acht Jahre später. Die nächsten knapp sechs Jahre stand sie bei Air Baltic als YL-BDC im Einsatz, ihr Karriereende verbrachte sie anschliessend in Russland bei Royal Flight als VQ-BTM, bevor sie Ende 2019 in Goodyear abgestellt wurde.

Bei einem Besuch in Paris Orly durfte man sich immer auf kleinere Überraschungen gefasst machen. So erschien beispielsweise auf dem Air Europa-Kurs anstelle der üblichen B737-800 auch mal die B767-33A(ER) EC-IQA. Die im Sommer 1994 an Sobelair ausgelieferte Maschine ist heute noch aktiv, mittlerweile als Paketfrachter für Amazon als N1997A.

EC-IQA

c/n: 27310

s/n: 545

Francesco Frasa 7.4.2006 ORY

Bei TAP fanden Mitte der Nullerjahre gleich zwei Umbrüche statt. Einerseits standen die seit Ende der 80er Jahre eingesetzten A310 kurz vor der Ausflottung, andererseits wurde die 1979 eingeführte Bemalung mit dem "tap"-Schriftzug in Kleinbuchstaben im Heck und dem dicken roten und dem dünnen grünen Streifen über die gesamte Rumpflänge abgelöst durch die bis heute bestehende Bemalung mit Grossbuchstaben in grün und rot. Der A310-304 CS-TEW zeigte sich im April 2006 noch in der alten Bemalung im Anflug auf Orly. Die neue Farbgebung erhielt er nicht mehr. Gut eineinhalb Jahre später verliess er die Flotte und diente danach noch knapp vier Jahre bei Air Transat, bevor er im Frühling 2013 in Mirabel verschrottet wurde.

Im Gegensatz zur Schwestermaschine CS-TEW wurde der A310-304 CS-TEX im Frühjahr 2005 mit dem neuen Erscheinungsbild des portugiesischen Flagcarriers versehen. Auch er wurde Ende 2007 ausgeflottet, fand aber innerhalb des Landes mit Hi Fly einen neuen Betreiber und weiterhin als CS-TEX unterwegs, meistens auf ACMI-Flügen für andere Airlines. Im Sommer 2015 wurde er in den Iran zu Taban Air transferiert. Als EP-TBH diente er noch gute vier Jahre der persischen Airline, bevor er im Herbst 2019 in Teheran-IKA abgestellt wurde.

Als Ersatz für die bis dahin eingesetzten Boeing 747-200 beschaffte sich Olympic Airways kurz vor der Jahrtausendwende vier Airbus A340-313X. Da das Langstreckennetz des ehemaligen griechischen Flagcarriers aufgrund mangelnder Rentabilität sukzessive zusammengestrichen wurde, kamen Mitte der Nullerjahre die Vierstrahler auch des öfteren auf den innereuropäischen Rennerstrecken zum Einsatz, so wie hier die SX-DFC nach Paris-CDG. Sie ist heute als YK-AZB Teil der Flotte von Syrian Air und dürfte trotz ihres Alters von bald 27 Jahren relativ wenig Flugstunden aufweisen, wurde sie doch nach ihrer Ausmusterung bei Olympic im September 2009 zunächst bis Februar 2017 in Athen, anschliessend bis März 2020 in Teheran und seit August 2024 erneut in Damaskus abgestellt.

SX-DFC

c/n: 280

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG
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