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Holiday Air legte 1994 einen holprigen Start hin, nachdem ihre ersten beiden Flugzeuge, zwei gemietete A320, bereits nach wenigen Monaten vom Leasinggeber zurückgefordert wurden. 1995 kehrte Holiday Air mit einer der unverständlichsten Flottenpolitiken der Luftfahrtgeschichte auf den türkischen Chartermarkt zurück, mietete sie doch je eine einzelne Boeing 727-200, eine Boeing 737-200, eine Lockheed L-1011 TriStar 1, eine Tupolev 154M, eine Yakovlev 42D und einen Airbus A310-200 an. Lediglich vom Airbus A300 legte sie sich drei Exemplare zu, eine A300B2 und zwei A300B4-2C wie die TC-RAA. Im November 1996 stellte das verschuldete Unternehmen im Nachgang zum Absturz der Birgenair Boeing 757 vor der Dominikanischen Republik, der den Ruf türkischer Charteranbieter nachhaltig trübte, den Betrieb ein.

Das Holiday Air-Kleid steht der Boeing 727-230 Adv. TC-RAC gut, die aus Beständen der Vorgängerin TUR und der Lufthansa stammte. Sie ging nach ihrem kurzen Intermezzo bei Holiday Air als ZS-NZV zu Safair in Südafrika.

TC-RAC

c/n: 20792

s/n: 1023

Lukas Lusser 17.10.1995 DUS

Von Juni bis Dezember 1995 trug die «Colorado Springs» Boeing 737-3B7 noch das Kennzeichen N372US, bevor sie in Übereinstimmung mit der eigenen Sequenz der WestPac auf N951WP umregistriert wurde.

N372US

(N951WP)

c/n: 22951

s/n: 1007

Bob Shane September 1995 PHX

Nur gerade ein knappes Jahr lang war Akdeniz Airlines aktiv, die mit drei aus Eastern Airlines-Beständen erworbenen Airbus A300B4-103 an den Start ging. Die TC-TKC ex N212EA war gar nur von Juni bis Oktober 1995 aktiv, bevor sie in die USA retourniert und schliesslich 2001 abgebrochen wurde.

Auch die berühmten «Simpsons» flogen zuerst unter dem vom Vorgänger USAir stammenden Kennzeichen N302AU auf der Boeing 737-301 der WestPac.

N302AU

(N949WP)

c/n: 23230

s/n: 1115

Bob Shane Juni 1995 PHX

Die 1990 als letzte Einheit an CSA ausgelieferte Tu-154M OK-VCG trug bereits ab Werk die erneurte Bemalung mit dem OK Logo auf weissem Heck.

Einige Boeing 737-230 Adv. der Lufthansa «schafften» es noch ins weiss/graue Design der frühen 1990er Jahre, so auch die D-ABMC, die deutlich erkennbar mit zusätzlichen Schalldämpfern an den Triebwerken nachgerüstet wurde, um einen Einsatz unter strengen «Stage III» Lärmregeln zu ermöglichen.

D-ABMC

c/n: 23155

s/n: 1079

Lukas Lusser 9.4.1995 ZRH

In der Schweiz beginnt die Geschichte der A320-Familie am 17. Januar 1995 mit der Auslieferung des ersten Airbus A321-111 HB-IOA an Swissair. Total nutzte sie bis zu ihrem Grounding im Oktober 2001 neun A319, zwanzig A320 und neun A321, wovon 26 Exemplare anschliessend von der Nachfolgerin Swiss International Air Lines übernommen wurden. Einzelne dieser Jets stehen heute noch im Plandienst, nicht zuletzt dank der durch die Probleme des Pratt&Whitney PW1100 GTF-Triebwerks verursachten Lieferverzögerungen bei den bestellten A320neo und A321neo.

Auch die heute exotischen Il-76TD waren reguläre Frachtcharterbesucher in Luxemburg. Die RA-76758 gehörte der Volga Dnepr Airlines aus Russland und war im Rahmen eines Joint Venture an die britische Heavy Lift vermietet. Der Frachter wurde im Dezember 2002 in Guam durch einen Tropensturm irreparabel beschädigt.

Mitte der 1990er Jahre waren die Flugzeuge der Lufthansa CityLine dann erstmals im Design der Konzernmutter und mit deren Aufschriften im Einsatz, wie etwa die Canadair CRJ-100ER D-ACLF illustriert.

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