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Nach dem Fall des «Eisernen Vorhangs» in Europa brach im Luftverkehr eine Phase des «Wilden Ostens» an, bei dem hoffnungsvoll gegründete Airlines ebenso schnell erschienen, wie sie wieder verschwanden. So tauchte im Frühjahrs-Städtereisemarkt auf einem Charter nach Prag die Ilyushin IL-62M OK-OBL der wenig bekannten Air Moravia auf, die noch die «OK Jet»-Grundbemalung der staatlichen CSA und keine weiteren Aufschriften trug.

KLM nutzte seit 1987 anstelle der altgedienten DC-9 einen Mix aus Boeing 737-306 und -406 auf ihren Europaflügen. Beide Versionen, hier die Boeing 737-406 PH-BTC, waren täglich in Zürich anzutreffen.

PH-BTC

c/n: 25424

s/n: 2200

Lukas Lusser 14.5.1992 ZRH

Eine kleine Besonderheit stellte die Boeing 737-230 Adv. RC-CTB der Croatia Airlines dar, da sie das bis zur Erteilung eines definitiven Länderkürzels an Kroatien vorübergehend genutzte Landes-Präfix 'RC' verwendete.

RC-CTB

c/n: 22116

s/n: 701

Lukas Lusser 14.5.1992 ZRH

Viasa aus Venezuela zählt zu einer Liste von Airlines aus Südamerika, die Zürich noch bis in die 1990er Jahre regelmässig ansteuerten, anschliessend aber meist infolge Insolvenz ohne lokalen Nachfolger vom Markt verschwunden sind. Zuletzt setzte Viasa auf den Langstrecken DC-10-30 wie die YV-134C ein.

YV-134C

c/n: 46556

s/n: 146

Lukas Lusser 14.5.1992 ZRH

Die Lockheed Tristar der Air Lanka waren bis Ende 1990er Jahre bis zu viermal wöchentlich in Zürich zu Gast, so oftmals auch die «kurze» L-1011 Tristar 500 4R-ULB.

Cyprus Airways gehörte zu den ersten Betreibern des frisch auf dem Markt erschienenen Airbus A320. Sie war gar die erste Airline, die mit dem VAE2500-Triebwerk ausgerüstete A320-231 nach Zürich brachte, hier die 5B-DAW, während Air France, British Airways und Lufthansa bereits einige mit CFM56-Triebwerken ausgestattete A320-211 betrieben und diese sporadisch nach Zürich einsetzten.

Aeroflot führte zwischen 1986 und 1993 im Auftrag der Air India einen wöchentlichen Frachtkurs nach Zürich durch, auf dem Ilyushin IL-76TD wie die CCCP-76474 eingesetzt wurden.

Aus Casablanca kommend landete die Boeing 727-2B6 Adv. CN-CCH der Royal Air Maroc auf dem saisonal dreimal wöchentlich angebotenen Kurs in Zürich.

CN-CCH

c/n: 20705

s/n: 945

Lukas Lusser 13.5.1992 ZRH

1992 führte DLT die Zubringerdienste für Lufthansa unter der neu geschaffenen Marke CityLine durch. Eingesetzt wurden Fokker 50 wie die D-AFKY.

Spanair, die mit Unterstützung der SAS Scandinavian Airlines gegründet wurde, setzte von Beginn auf die MD-80-Familie. Insbesondere die leistungsstarke Version MD-83, hier die EC-EJU, eignete sich bestens für Charterflüge, auch zu entfernteren Destinationen wie den Kanarischen Inseln.

EC-EJU

c/n: 49621

s/n: 1495

Lukas Lusser 13.5.1992 ZRH
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