April, April... Der wahre Grund für die Varig-Helikopter

01.04.2026             

Liebe Leserinnen und Leser, hier die etwas unspektakuläre Auflösung unserer Story zum 1. April. Ja, doch, es flogen 1994 wirklich zwei Helikopter mit Logo und Aufschriften der Varig von der Zürcher Saffa-Insel aus. Doch handelte es sich dabei nicht, wie von uns behauptet, um eine Luftbrücke für Firstclass-Passagiere der brasilianischen Airline, die den Stau auf der Autobahn A1 oder das profane Reisen mit den Schweizer Bundesbahnen umgehen wollten. Am Wochenende vom 1. bis 3. Juli 1994 fand in Zürich das «Züri Fäscht» statt, ein im Dreijahresrhytmus durchgeführtes Volksfest rund um das Zürcher Seebecken.

1994 waren in dessen Rahmens Flugshows ziviler und militärischer Betreiber nicht nur noch erlaubt, sondern ein wichtiger und populärer Teil des Festprogramms. Neben einem tiefen Vorbeiflug einer Swissair MD-11, Vorführungen der Patrouille Suisse und der neuen Super Puma-Helikopter der Luftwaffe führten private Helibetreiber auch ein sogenanntes «Luftballett» auf, an dem die beiden Ecureuil der Heli Linth und der Lions Air teilnahmen. Während den Pausen zwischen ihren Vorführungen nutzten die zwei Helikopter die für das Wochenende abgesperrte Saffa-Insel als Basis und Warteraum. Gesponsort wurde das Helikopterballett unter anderem auch von Varig und ihrem Ferien-Reisebüro Rotatour, weshalb für die Dauer des Festes Varig Logos und Aufschriften prominent auf den beiden Hubschraubern angebracht wurden.

Nein, sie flogen keine Luftbrücke für Erstklass-Passagiere, sondern waren bloss von Varig für den Auftritt am «Züri Fäscht 1994» gesponsert: Die beiden Ecureuil HB-XZJ der Lions Air (hinten) und HB-XVT der Heli Linth nutzten vor und nach den Darbietungen ihres Helikopterballetts die für drei Tage abgesperrte Saffa-Insel als Warte- und Bereitschaftsraum (Lukas Lusser, Zürich Saffa-Insel, 2.7.94).