Ein neues Design für Alaska Airlines

05.08.2025    Quelle: Alaska Airlines         

Der Kopf des lächelnden Inuk Ureinwohners Chester Seveck, Rentierzüchter aus Kotzebue, ziert das Heck der Alaska Airlines Jets seit 1972 und geniesst mittlerweile beinahe schon einen legendären Status als eines der sympathischsten Airline-Logos weltweit. Doch nun muss Chester weichen und Polarlichtern Platz machen, zumindest auf der neu entstehenden Langstreckenflotte der Alaska Airlines.

Mit der Fusion von Alaska Airlines und Hawaiian Airlines im Herbst 2024 hat Alaska Zugang zu langstreckentauglichen Airbus A330 und Boeing 787-9 Grossraumflugzeugen erhalten. Dies erlaubt es der mittlerweile in Seattle, WA, ansässigen Airline aus dem hohen Norden der USA, erstmals in ihrer Geschichte eigene Langstreckenflüge anzubieten. Interkontinental tätig war Alaska Airlines bereits einmal in den frühen 1990er Jahren, als sie im Zuge von Glasnost und dem Fall der Sowjetunion erstmals Flüge über die Beringstrasse nach Sibirien aufnahm, die vorallem die Ureinwohner der Region näher zusammen rücken lassen sollten.

Doch nun zieht es Alaska Airlines zu globalen Zielen. Sie plant den Aufbau eines interkontinentalen Liniennetzes ab Seattle mit Flügen nach Seoul und Tokyo in Asien sowie nach London Heathrow und Rom in Europa. Während die Flüge nach Narita bereits am 12.5.24 aufgenommen wurden und der Erstflug nach Seoul-Incheon im kommenden September geplant ist, wird der Flugbetrieb nach Europa nach derzeitiger Planung Ende März 2026 mit der Eröffnung der täglichen Verbindung nach London Heathrow aufgenommen. 

Zusätzlich wird Alaska Airlines ab kommendem Sommer saisonal auch täglich nach Keflavik auf Island fliegen, wobei auf dieser Strecke der Einsatz von Boeing 737-8 MAX vorgesehen ist.

Ebenfalls in der Pipeline sind,Flüge nach Paris-Charles de Gaulle und Rom Fiumicino. Während sich Alaska zur Zeit nicht mehr zur Destination Paris äussert, will sie Rom noch im Laufe des Jahres 2026 aufnehmen, wartet aber noch auf die entsprechenden Bewilligungen und Slots.

Genauere Flugplanangaben zu den neuen, europäischen Zielen sind derzeit noch nicht erhältlich.

Alaska Airlines zeigt eine künstlerische Darstellung des neuen «Global Design» auf der zukünftigen Boeing 787-9 N705HA - ob es dieses Kennzeichen geben wird, muss sich noch zeigen, denn die vier bisher an das Schwesterunternehmen Hawaiian Airlines ausgelieferten Dreamliner tragen bisher die Kennzeichen N781HA bis N784HA (Visualisierung Alaska Airlines, August 2025).

Ein neuer Look - nur für die Langstreckenflieger?

Nach Seoul und Tokyo fliegt Alaska mit dem Airbus A330 der Hawaiian Airlines. Dieses Typenmuster wird auch in Zukunft unter der Hawaiian-Marke weiterfliegen, wie Alaska Airlines bekannt gegeben hat. Nach Europa sollen die Boeing 787-9 zum Einsatz kommen, die ebenfalls von Hawaiian bestellt und teilweise auch schon an sie ausgeliefert worden sind. Diese Flugzeuge sollen nun aber unter der Marke Alaska Airlines eingesetzt werden und erhalten deshalb eine neue Bemalung. Diese wird von Alaska Airlines als ihr «Globales Design» bezeichnet, das die Langstreckenflotte speziell hervorheben soll. Es verwendet -anstelle des erwähnten Kopfes in grün und dunkelblau - den traditionellen Farben der Alaska Airlines - gehaltene Polarlichter als Logo, die sich in einer dünner werdenden Linie bis in die Rumpfmitte ziehen. Das neue Design ist bislang nur als Visualisierung vorhanden, soll aber bis zur Aufnahme der London-Flüge umgesetzt werden. Ein erster Dreamliner wird voraussichtlich im Januar 2026 umgestaltet, bis zum Frühjahr sollen dann die vier im Hawaiian-Design ausgelieferten Einheiten alle neu bemalt sein.

Da Alaska Airlines derzeit ausdrücklich festhält, dass das «Global Design» spezifisch auf den Boeing 787 Dreamlinern Verwendung finden soll, ist unklar, ob Rentierzüchter Chester auch auf den Boeing 737, die im nordamerikanischen Verkehr sowie nach Hawaii und Mexiko zum Einsatz kommen, seinen Platz zugunsten der Polarlichter räumen muss. Da Alaska Airlines im Zusammenhang mit der Lancierung von Langstreckenflügen aber auch von einer ersten Phase ihrer Erneuerung spricht, kann man es nicht ausschliessen.