Zweitbestes Ergebnis für die Swiss und eine Sonderlackierung für den ersten A350

06.03.2025    Quelle: Swiss International Air Lines         

«Ein Jahr ist mehr als nur nackte Zahlen» waren die Worte des Swiss-CEO Jens Fehlinger anlässlich der Medienkonferenz zum Jahresergebnis 2024 in Kloten. Mehr als 18 Millionen Passagiere transportierte die Airline im Jahr 2024, dazu mehr als 300'000 Tonnen Fracht. Daraus resultierte ein Gewinn von 684 Millionen Franken, der sicherstellt, dass die Airline weiterhin investitionsfähig bleibt. Nebst der Flottenerneuerung, die bereits in vollem Gange ist, wird auch in anderen Bereichen, nicht zuletzt beim Bordservice weiter investiert. Unter dem Label «Swiss Senses» wird ein neues Produkt in die Kabinen gebracht, das Sitzkomfort, Essen, Trinken und mit «Alpine Valley» sogar einen neuen Swiss-eigenen Duft enthält.

Während die Nachfrage nach Flugreisen vor allem im Freizeitsegment stetig weiter steigt, haben die Passagierzahlen bei den Geschäftsreisenden indes immer noch nicht annähernd das Niveau vor der Covid-19-Krise erreicht. Dies macht sich in der Netzwerkgestaltung der Swiss bemerkbar, wo das Augenmerk gerade auf der Kurzstrecke vermehrt Feriendestinationen gilt. Gleichzeitig betonten Finanzchef Dennis Weber und Chief Operations Officer Oliver Buchhofer die Schwierigkeiten mit den Triebwerken der Airbus A220 sowie Airbus A320/321neo. Wegen der anhaltenden Wet-Leases und Umplanungen aufgrund am Boden stehender Flugzeuge dürfte das Betriebsergebnis noch bis mindestens 2027 belastet bleiben.

Hub Zürich mit einigen Herausforderungen

Herausfordernd wirkt für die Swiss zudem auch die Komplexität ihres Hubs am Flughafen Zürich. Betont wurden dabei von den Verantwortlichen nicht zuletzt die Wetteranfälligkeit sowie die eingeschränkten Kapazitäten bei der Gepäcksortierung. Der Flugplan der Swiss ist auf ideale Verhältnisse mit Anflug tagsüber von Norden her auf die Piste 14 ausgerichtet. Ein Wechsel im Betriebskonzept, beispielsweise wegen Bise, kann Kapazitätseinbussen von bis zu 35 % am gesamten Flughafen Zürich verursachen - für eine Netzwerkairline wie die Swiss keinesfalls ideal. Als eine von rund 200 für das Jahr 2025 geplanten Massnahmen zur Steigerung der Produktivität schafft die Swiss deshalb zehn Stellen für sogenannte «Turnaround Manager», die für eine Nutzung der Standzeit der Flugzeuge zuständig sein werden.

Zwei A350-900 noch im Jahr 2025

Im Laufe des Jahres 2025 wird die Langstreckenflotte der Swiss ihre ersten beiden Airbus A350-900 erhalten. Speziell für die erste Maschine, die HB-IFA, entwarf der Künstler Frederic Siegel eine eigene Sonderlackierung mit Bezug zu etlichen Orten und Regionen der Schweiz. «Swiss Wanderlust» nennt sich das fliegende Kunstwerk, das ab Sommer 2025 vermutlich rund ein Jahr lang in aller Welt zu sehen sein wird. Erste Einsätze sollen analog zu den Boeing 777 vor einigen Jahren auf Kurzstrecken sowie auf kürzeren Langstrecken erfolgen. Sobald die erweiterte Verfügbarkeit gegeben ist, sollen auch Einsätze auf ganz langen Strecken folgen. Welche Destinationen im Rahmen des Einführungsflugplans eingeplant werden, ist aktuell noch nicht bekannt.

So soll sich der Airbus A350-941 HB-IFA der Swiss nach seiner Ablieferung im Sommer 2025 von der linken Seite her präsentieren. Das bei der Medienkonferenz in Kloten ausgestellte Modell basiert auf der Gestaltung des Zuger Künstlers Frederic Siegel - mit anderen Motiven auf der rechten Seite (Joel Vogt, Kloten, 6.3.25).