Korean Air vollzieht Übernahme der Asiana Airlines

13.12.2024    Quelle: Korean Air         

Korean Air, Südkoreas grösste Fluggesellschaft, hat die ihre grösste lokale Konkurrenten Asiana Airlines erfolgreich als Tochtergesellschaft integriert und damit einenmehrjährigen Übernahmeprozess abgeschlossen. Korean Air gab 1,5 Billionen Won (922 Mio. Franken/987 Mio. Euro) aus, 64% der Aktien von Asiana zu erwerben und die zweitgrösste Airline-Gruppe des Landes zu übernehmen.

Korean Air startete die Übernahme der verschuldeten Konkurrentin im November 2020 mit dem Kauf einer ersten Tranche von Wandelanleihen der Asiana. Nun hat das Unternehmen den Aktienerwerbsprozess am Mittwoch, 11.12.24 abgeschlossen, nachdem es alle erforderlichen Genehmigungen der Kartellbehörden, darunter auch der USA und der Europäischen Union, eingeholt hatte. Hierfür machte das Unternehmen auch einige Zugeständnisse. So wird die Frachtsparte von Asiana verkauft und ausgewählte Strecken werden an andere Fluggesellschaften abgetreten.

Korean Air startet nun einen zweijährigen Integrations-Prozess, englisch «Post Merger Integration Process«» (PMI) genannt, in dessen Verlauf Asiana zunächst als Tochtergesellschaft der Korean Air firmiert, während sie schrittweise in die Mutter integriert wird. Analog ergeht es den beiden Low-Cost-Töchtern der Asiana Airlines, Air Seoul und Air Busan, die von der Korean Air Low-Cost-Tochter Jin Air übernommen werden.

Die drei Marken Asiana, Air Seoul und Air Busan wird es somit nach Abschluss des PMI-Programms nicht mehr geben. Korean Air geht davon aus, dass sie mit vollzogener Integration der drei Airlines der Asiana-Gruppe gemessen an den Passagierkilometern zur zwölftgrössten Fluggesellschaft der Welt werden wird.

Korean Air geht als Gewinnerin aus der Konsolidierung des südkoreanischen Luftfahrtmarktes hervor. Mit der Übernahme der Asiana und ihrer Low-Cost-Töchter mit zusammen fast 110 Flugzeugen wird die fusionierte Korean Air zur zwölftgrössten Fluggesellschaft weltweit. Zugleich ist sie eine der wenigen Betreiberinnen der Passagierversion der Boeing 747-8, hier die Boeing 747-8B5 HL7637 (Lukas Lusser, Tokyo Narita, 18.12.18).

Während einer zweijährigen sogenannten Post-Merger-Integration-Periode wird Asiana Airlines in die Konkurrentin Korean Air eingegliedert, womit auch das eigenständige Erscheinungsbild ihrer A350-941 HL7579 verschwinden wird. Bis zum Abschluss dieses Prozesses voraussichtlich Ende 2026 agiert sie formell als Tochtergesellschaft der Korean Air (Lukas Lusser, Frankfurt, 3.8.22).

Die Low-Cost-Tochter Air Seoul ist mit einer Flotte von sechs Airbus A321-231 wie der HL7790 die kleinste der in den Zusammenschluss der Asiana-Gruppe mit der Korean Air-Gruppe involvierten fünf Airlines. Mit der Betriebsaufnahme im Jahr 2016 ist sie zugleich die jüngste der involvierten Gesellschaften (Lukas Lusser, Tokyo Narita, 18.12.18).

oben: Air Busan, eine von zwei Low-Cost-Töchtern der Asiana Airlines, betreibt zum Zeitpunkt der Fusion ihrer Mutter mit der Konkurrentin Korean Air eine reine Airbus-Flotte, bestehend aus 16 Airbus A321-231 wie der HL7723 sowie 5 Airbus A320-232. Wie ihre Schwester Air Seoul soll sie nun in die Low Cost-Tochter der Korean Air, Jin Air, integriert werden (Lukas Lusser, Nagoya Chubu/Centrair, 8.12.2018).

unten: Jin Air ist als Low-Cost-Tochter der Korean Air im innerasiatischen Markt tätig. Ihre Flotte besteht aus Flugzeugen der Typen Boeing 737 und Boeing 777, die aus Beständen der Mutter übernommen wurden. Dies gilt auch für die Boeing 777-2B5ER HL7750, die 2007 an Korean Air ausgeliefert und 2016 zur Tochter transferiert wurde (Lukas Lusser, Fukuoka, 10.12.18).