Rega erhält ersten Rettungshelikopter der zukünftigen Einheitsflotte
05.12.2024 Quelle: Rega Swiss Air Ambulance
Mit vierzehn über das ganze Land verteilten Einsatzbasen stellt die Rega rund um die Uhr die medizinische Grundversorgung aus der Luft in der Schweiz sicher. Die Zuverlässigkeit der Helikopterflotte ist dabei ein entscheidender Faktor. Heute betreibt die Rega zwei verschiedene Rettungshelikopter-Typen, die bis Ende 2026 ersetzt werden.
Die Rega betreibt ihre 14 Einsatzbasen derzeit mit 20 Rettungshelikoptern. Sechs davon sind jeweils Reservemaschinen, die entweder im technischen Unterhalt sind oder als Schulungsgerät benötigt werden. Die bisherige Helikopterflotte besteht aus acht Airbus Helicopters H145D-2, die auf den Basen in Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Sion und St. Gallen stationiert sind. Auf den Basen in Untervaz, Locarno, Erstfeld, Samedan, Wilderswil, Mollis und Zweisimmen stehen elf AgustaWestland Da Vinci im Einsatz. Auf der Basis Genf ist zudem ein Airbus Helicopters EC135 stationiert.
Die bisher in ein Modell für das dichtbesiedelte Flachland, den H145-D2, sowie ein stärker motorisiertes Gerät für Berggebiete, den AW109 Da Vinci, aufgeteilte Flotte wird nun bis Ende 2026 durch den stärkeren H145-D3 als Einheitsmodell ersetzt. Mit der künftigen Einheitsflotte wird der Wartungsaufwand reduziert und die hohe Verfügbarkeit der gesamten Flotte zugunsten der Patientinnen und Patienten sichergestellt. Zudem bringt die Vereinheitlichung der Flotte Einsparungen in der Beschaffung und Bewirtschaftung von Ersatzteilen mit sich und der Trainings- und Ausbildungsaufwand der Crews wird reduziert.
Der erste Rettungshelikopter der neuen Generation ist auf der Rega-Basis am Flughafen Zürich eingetroffen und vor den Augen des Teams auf der Basis gelandet. Dem ersten H145-D3 mit dem Kennzeichen HB-TIB werden 20 weitere folgen (Rega, Zürich, 5.12.2024).
Der neue Rega-Helikopter mit der Immatrikulation HB-TIB ist der erste von 21 nach den Bedürfnissen der Rega weiterentwickelten Rettungshelikoptern des Typs Airbus H145-D3 und der weltweit modernste seiner Art. Die grosszügige Kabine, die von einem interdisziplinären Rega-Projektteam gegenüber dem Vorgängermodell weiter verbessert wurde, bietet Patienten und Crew optimale Bedingungen und genügend Platz für medizinische Spezialausrüstung.
Ein neues Navigations- und Avioniksystem im Cockpit erlaubt künftig noch präzisere Anflugverfahren im Instrumentenflug und zusätzliche Scheinwerfer ermöglichen eine bessere Ausleuchtung von Landeplätzen im Gelände bei Nachteinsätzen. Dank mehr Leistung und einer höheren Nutzlast verfügt die Crew zudem über deutlich mehr Leistungsreserven, so dass der neue Rega-Helikopter auch für Einsätze im Hochgebirge prädestiniert ist. Insgesamt investiert die Rega rund 200 Millionen Schweizer Franken in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Helikopterflotte. Darin enthalten sind auch die Kosten für die medizinische Ausrüstung und für die Ausbildung der Crews.
Die Rega-Basis Lausanne erhält den ersten der neuen Airbus H145 D3. Bevor der neue Rega-Helikopter aber zu seinen ersten Rettungseinsätzen startet, wird in den nächsten Wochen im Hangar des Rega-Centers die von der Rega entwickelte Innenausstattung eingebaut und zertifiziert. Die Crew der Rega-Einsatzbasis Lausanne wird ihr neues Arbeitsgerät – als erste Rega-Crew überhaupt – im April 2025 in Empfang nehmen können und fortan mit dem neuen Helikopter für Patientinnen und Patienten in der Luft sein. Die Lausanner Crew fliegt kantonsübergreifend jedes Jahr rund 800 Einsätze für Menschen in Not.