Als der Airbus A340-313 HB-JMH der Swiss an einem kalten Winternachmittag von der Zürcher Piste 16 abhebt, ist er noch kein Jahr alt. Am 28 April 2004 wurde er noch in der ursprünglichen, vom Designer Tyler Brulé gestalteten Bemalung mit kleinen Titeln und viersprachigen «Schweiz»-Aufschriften auf Rumpf und Triebwerken in Dienst gestellt.
Beim Begriff Japan dürften nicht wenige Menschen an zwei Dinge denken, die diese Aufnahme prägen: Den in der japanischen Kultur heiligen Berg Fuji-san und die nicht nur bei Kindern seit 30 Jahren weltweit in der Pop-Kultur allgegenwärtigen Pokémon-Figuren. Im Mai 2004 erhielt der Inland-Jumbo JA8957 die bisher wohl bekannteste der Pokémon-Sonderbemalungen in der dominierenden gelben Farbe des Hauptcharakters Pikachu, der im Profil vom Heck grüsst. Due übrigen Figuren auf der Steuerbordseite der Boeing 747-481D waren Mew, die Pichu Brüder, Treecko, Mudkip, Meowth, Lugia und Entei.
Während die allerersten Pokémon-Flugzeuge einzelne der Figuren über der regulären blau/weissen ANA-Bemalung aufgeklebt erhielten, war die Boeing 747-481D JA8964 am 20. Juni 1999 als erste mit einer Vollbemalung mit Pikachu und seinen Mitstreitern vorgestellt. Das Design wurde in einem Wettbewerb ermittelt und blieb bis Februar 2006 auf dem Jet. Bei der JA8964 handelt es sich um eine für den reinen Inlandverkehr eingerichtete Boeing 747-400D, was sich auch daran zeigt, dass sie über keine der für das Muster typischen Winglets an den Flügelspitzen verfügt, denn diese hätten auf den kurzen Inlandflügen von selten mehr als 60 Minuten Dauer keine messbare Einsparung am Treibstoffverbrauch bewirkt.
Auch Swiss International Air Lines versuchte sich für kurze Zeit als Player im Chartermarkt. Für die eigens gegründete Marke Swiss Sun wurden drei Airbus A320-214 HB-IJU, IJV und IJW nachbestellt und während zwei Jahren zu Ferienzielen betrieben. Mit dem Einstieg der Swiss bei Edelweiss erübrigte sich der eigenständige Betrieb einer Urlaubsmarke.
Im klassischen Chartergeschäft waren die Wochenenden der Wintermonate als Spitzentage der Skiurlauber-Flüge reserviert. Insbesondere britische, skandinavische und niederländische Anbieter flogen in dichter Kadenz Genf, Innsbruck, Lyon, Salzburg und Turin an. In der Air 2000 Boeing 757-2Y0 G-OOOX strecken heimkehrende Briten wohl bereits ihre müden, schweren Glieder aus, während das Flugzeug bei tiefen Minusgraden für den Rückflug enteist wird.
Die unter dem British Airways-Franchise fliegende Sun-Air of Scandinavia erwarb 1997/98 insgesamt drei BAe ATP, die alle eine der attraktiven «World Tails»-Bemalungen erhielten. Während die OY-SVI das «Benihone Tartan»-Design trug, erhielten ihre Schwestern OY-SVT das «Colum»-Heck und OY-SVU die «Wings»-Bemalung.
Durch die vielen kurzen Flugzyklen - inklusive dem damit verbundenen Handling am Boden - sind insbesondere die Fahrwerke der Hawaiian Airlines Boeing 717 einer starken Beanspruchung ausgesetzt. Typischerweise sind die Flüge zwischen den Inseln des Archipels, die die Boeing 717-22A N478HA und ihre heute noch 18 Schwestern durchführen, nur zwischen 20 und 30 Minuten lang.
Als Ersatz für die alternden und immer weniger wirtschaftlichen DC-10 beschaffte sich Hawaiian schliesslich insgesamt 18 Stück der dank ETOPS-Zulassung problemlos zwischen der US-Westküste und Hawaii nutzbare zweistrahlige Boeing 767-300ER als Langstreckenflugzeug. Die Boeing 767-33A/ER N582HA «Ake'Aké» (Maori umgangssprachlich für «hawaiianisch, aus Hawaii stammend») war eine über das Leasing-Unternehmen Ansett Worldwide Aviation Services werksneu für Hawaiian angeschaffte Einheit, die ab 3. Dezember 2001 im Einsatz stand.
Im dichten Kurzstreckenverkehr zwischen den Inseln des Archipels setzt Hawaiian Airlines eine Flotte aus Boeing 717-22A ein, darunter auch die N480HA. Die meist nur zwischen 30 und 45 Minuten kurzen Flüge führen dazu, dass die «Inselhüpfer» der Airline nicht sehr viele Flugstunden, dafür aber umso mehr Flugzyklen ansammeln und die Wartung dementsprechend intensiv und teuer ist.