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Vor ihrer Integration in die Mutter Finnair betrieb Kar-Air als letztes Flugzeugmuster zwei Airbus A300B4-203 zu Zielen im Mittelmeerraum und auf den Kanaren, darunter die im Dezember 1986 ausgelieferte OH-LAA.

Transwede nahm den Betrieb 1985 auf und nutze zu Beginn drei bereits in die Jahre gekommene Sud Aviation SE-210 Caravelle 10B3 wie die SE-DHA. Bereits ab 1987 kamen grössere und leistungsstärkere McDonnell Douglas MD-83 hinzu, die die Caravelle schrittweise ersetzten.

Germania wurde ursprünglich unter dem Namen SAT Fluggesellschaft gegründet und nahm den Betrieb mit zwei Fokker 27 und drei Caravelle 10R auf. 1986 wurde sie nach einer Reorganisation in Germania umbenannt und mit zwei Boeing 727-100 aus Beständen der Hapag-Lloyd neu aufgestellt, darunter auch die Boeing 727-89 D-AHLS.

D-AHLS

c/n: 19139

s/n: 255

Lukas Lusser 29.3.1987 LPA

Balair war sicherlich das prominenteste Beispiel einer Charterairline aus der Schweiz. Als Swissair-Tochter nutzte sie dieselben Flugzeugmuster wie die Mutter, so etwa den Airbus A310-322 HB-IPK, der noch in der klassischen Bemalung mit dem roten Kabinenstreifen zur Auslieferung gelangte.

HB-IPK

c/n: 412

Lukas Lusser 29.3.1987 LPA

Die ursprüngliche Air Belgium – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen ACMI-Anbieterin aus dem Jahr 2016 – ging 1979 aus der Abelag Airways hervor. Mit einer kleinen Flotte einzelner Boeing 737 und später Boeing 757 führte sie für örtliche Reiseveranstalter Charterdienste durch. Die Boeing 737-3Q8 OO-ILF war von ILFC angemietet.

Martinair Holland, heute als Frachttochter der KLM aktiv, begann 1958 als Martin's Air Charter mit der Durchführung von Urlaubsflügen. Als Chartertochter der KLM nutzte sie die McDonnell Douglas MD-82 PH-MBZ zwischen 1983 und 1992 im klassischen Design des Unternehmens.

Der norwegische Reeder Ludvig Braathens gründete 1946 eine eigene Airline, um Material und Personal zu den Anlegeorten seiner Schiffe zu transportieren. Das Akronym S.A.F.E. steht dabei für South America and Far East, wohin die Flüge zunächst geplant und teilweise auch durchgeführt wurden. Als aber die Lizenzen für weitere Langstreckenflüge ausblieben respektive ausliefen, verlegte sich Braathens S.A.F.E.auf Inlandflüge und Charterdienste zu Zielen in Südeuropa.

LN-SUQ

c/n: 23467

s/n: 1245

Lukas Lusser 28.3.1987 LPA

Wie viele andere europäische Linienfluggesellschaften unterhielt auch die SAS Scandinavian Airlines mit der Scanair eine eigene Chartertochter. Wie bei der Mutter üblich waren die Jets der Scanair in den drei Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden eingetragen, wie hier etwa die aus SAS-Beständen übernommene und weiterhin in Dänemark eingetragene DC-8-63 OY-KTF «Mette Viking».

OY-KTF

c/n: 46041

s/n: 439

Lukas Lusser 28.3.1987 LPA

Die von Tjaereborg Rejser lancierte Sterling Airways entwickelte sich auch dank der Nähe zum norddeutschen Markt zu einer prägenden Kraft im europäischen Charterverkehr. Nach dem Ausscheiden der Caravelle waren insgesamt 20 Boeing 727 wie hier die 1973 werksneu übernommene Boeing 727-2J4 Adv. OY-SAT an europäischen Urlaubszielen omnipräsent. Ihre klassisch anmutende Bemalung stammt von den ersten Flugzeugen die Sterling gebraucht übernahm: drei ex Swissair DC-6B.

OY-SAT

c/n: 20766

s/n: 993

Lukas Lusser 28.3.1987 LPA

Hawaiian Air betrieb einige ihrer «kurzen Neuner» bis Ende der 1980er Jahre. Die DC-9-14 N930EA stiess sogar erst im Juni 1986 mietweise von Emerald Air zur Flotte und verliess sie Ende 1988 wieder mit der Rückgabe an ihren Besitzer.

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