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Der Airbus A300C-620 9K-AHG war erst drei Jahre alt und somit eines der modernsten Flugzeuge in der Kuwait Airways-Flotte, als er im Sommer 1987 Zürich auf einem der regelmässigen Besuche in Zürich ansteuerte. Bei der Besetzung Kuwaits durch den Irak am 2.8.90 wurde er als einer von zehn am Flughafen Kuwait parkierten Linienjets vom Irak beschlagnahmt und im November 1990 nach Mosul überführt. Unmittelbar bei Ausbruch des ersten Kuwait-Kriegs am 15. Februar 1991 wurde er durch das Feuer der anrückenden Koalitionstruppen zerstört, die den Flughafen Mosul als eines der ersten Ziele angriffen, um die irakische Luftwaffe zu schwächen.

Hawaiian-Bilder aus Europa lassen sich nur mit tiefem Graben im Archiv finden, und meist handelt es sich dabei um Truppenflüge im Auftrag des US Military Airlift Command. Im Sommer 1987 konnte man Hawaiian aber regelmässig in Zürich antreffen. Auf dem wöchentlichen US-Charterflug des Schweizer Reisebüros «Ferien Service» kam durchgehend die DC-8-62H N8969U der IAL International Air Lease/Batchelor Air Group (Miami) zum Einsatz, die an Hawaiian Air vermietet war, wobei leider das unbemalte Ersatzruder das Hecklogo verunstaltete. Der Flug landete jeweils am Samstag-Abend aus Miami kommend am Flughafen Kloten. Nach einem Nightstop mit Crew-Rest führte er am Sonntag-Vormittag zurück.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 28.6.1987 ZRH

Der Airbus A310-203 D-AICA wurde mit einer für 201 Passagiere eingerichteten Kabine in Business/Economy-Konfiguration auf nachfragestarken Europastrecken eingesetzt. Insgesamt 25 A310 flogen bei Lufthansa, neben 13 Kurz- und Mittelstreckenmustern der Serie -200 auch zwölf Einheiten der Version -300, deren transatlantische Reichweite auch Interkontinentalflüge ermöglichte.

Als die zukünftige Lufthansa CityLine noch DLT hiess, brachte sie mit dem raschen Wachstum der Zubringerflüge unter LH-Flugnummern die Embraer 120RT Brasilia an den europäischen Himmel. Die D-CEMD wurde im Mai 1987 ausgeliefert und im September 1990 an den Hersteller retourniert.

Die 1961 in Jugoslawien gegründete Adria Airways führte zunächst Charterflüge in befreundete Staaten in Nordafrika und im Mittleren Osten durch. Nachdem das Handelsunternehmen InterExport eine Beteiligung an Adria Airways erworben hatte, firmierte sie zeitweise als Inex-Adria Airways. Die in dieser Zeit von Alitalia übernommene ersten Douglas DC-9 prägten dabei auch die Bemalung, entsprechen doch die schmalen blauen Kabinenstreifen der ursprünglichen Alitalia-Farbgebung vor der Einführung deren ikonischen grün-weiss-roten Designs. Auch die DC-9-32 YU-AHJ wurde von Alitalia bestellt, jedoch nie übernommen und direkt an Adria Airways ausgeliefert.

YU-AHJ

c/n: 47239

s/n: 466

Lukas Lusser 4.6.1987 DBV

Aviogenex mit Sitz in Belgrad war die Hauptkonkurrentin der (Inex-)Adria Airways im jugoslawischen Chartergeschäft. Sie nahm den Betrieb mit Tupolev Tu-134 aus sowjetischer Produktion auf, darunter die 1971 gebaute Tu-134A-3 YU-AHY. Später stiessen Boeing 727-200 aus Beständen der jugoslawischen Regierungsflotte sowie Boeing 737-200 hinzu, die schrittweise die Tupolev ersetzten.

YU-AHY

c/n: 1351204

Lukas Lusser 4.6.1987 DBV

Vor den nun zu ersetzenden Hangars der Jet Aviation erhält die ehemals durch Personal Way betriebene BAC 1-11-401AK N800PW im Frühjahr 1987 den letzten Schliff, bevor sie auf das Kennzeichen HZ-TA1 umregistriert und in Saudia-Bemalung an Saudi Royal Flight für ein Mitglied des saudischen Königshauses ausgeliefert wird.

Mit fünf Boeing 720-051B, die aus Beständen der Northwest Orient stammten, bediente Conair of Scandinavia ab Dänemark ein dichtes Netz von saisonalen Ferienzielen. Die OY-APZ flog von 1973 bis 1987 für Conair, anschliessend diente sie Honeywell am Flughafen Phoenix, Arizona, noch bis 2008 als fliegendes Testlabor.

Aviaco wurde schon 1949 als Inlandairline gegründet, stieg aber ab den 1970er Jahren stark in das Chartergeschäft ein. Hierfür setzte sie eigene ebenso wie aus Iberia-Beständen zugeteilte Douglas DC-8 und Douglas DC-9 ein, hier etwa die über eine vergrösserte Reichweite verfügende DC-9-34 EC-DGB.

EC-DGB

c/n: 48103

s/n: 925

Lukas Lusser 30.3.1987 LPA

Vor ihrer Integration in die Mutter Finnair betrieb Kar-Air als letztes Flugzeugmuster zwei Airbus A300B4-203 zu Zielen im Mittelmeerraum und auf den Kanaren, darunter die im Dezember 1986 ausgelieferte OH-LAA.

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