Nachlese zum WEF 2026
26.01.2026
Bereits in der Vorwoche kündigten diverse Flüge der amerikanischen Luftwaffe mit Maschinen des Types Boeing C-17 Globemaster den Besuch des amerikanischen Präsidenten an - jedoch nicht nur er sondern ein Grossteil der rund 2'500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten über den Flughafen Zürich-Kloten an. Somit verwandelte sich der Flughafen Zürich-Kloten aufgrund diverser Regierungs- und Privatflugzeugen einmal mehr zum Mekka aller Flugzeugbegeisterten. Die Besucherterrasse auf dem Dock B verlängerte die Öffnungszeiten, Aeroterminal und der AFZ boten wiederum eine Vielzahl an Vorfeldtouren an und die Zäune rund um den Flughafen waren gesäumt von Spotterinnen und Spottern auf Leitern. Während am Morgen jeweils noch Nebel lag, zeigte sich jeweils am Nachmittag sogar die Sonne. Zumindest am Dienstag und Mittwochabend zog dann der Nebel wieder auf und verlieh dem Flughafen und den geparkten Flugzeugen ein mystisches Ambiente, natürlich sehr zum Ärgernis der Spottergesellschaft.
Ein kleiner Querschnitt durch die Bilder der WEF-Woche in ZRH befindet sich in unserer Galerie.
oben: Bis kurz vor der Landung hüllte sich die VC-32A 09-0015 der United States Air Force mit Präsident Donald Trump an Bord im Nebel ehe sie auf RWY16 zur Landung ansetzte (Raphael Joggi, Zürich, 21.1.26).
unten: Auch der kanadische Präsident reiste ans World Economic Forum, dies an Bord der CC-330 Husky mit der militärischen Kennung 320002 (Raphael Joggi, Zürich, 21.1.26).
Eines der ganz grossen Highlights dürfte die PK-GIF der Regierung von Indonesien gewesen sein, welche so noch nie in Zürich zu sehen war. Die Maschine landete bereits in der Dunkelheit und bei dichtestem Nebel aus London-STN kommend am Mittwochabend. Am Donnerstagnachmittag zeigte sich dann die Maschine bei schönstem Sonnenlicht, jedoch mit abgedeckten Triebwerken, auf den W-Stands.
Natürlich war auch die AF1 eines der grossen Highlights am diesjährigen WEF, jedoch kam der amerikansiche Präsident untypischerweise nicht mit der VC-25, denn diese hatte kurz nach dem Start einen «kleinen elektronischen Defekt» und musste umkehren. Der Präsident stieg um auf eine VC-32, welche am Mittwoch kurz nach Mittag in Zürich ankam. Während rund 50 Minuten war der Flughafen aufgrund dessen komplett gesperrt, ankommende Flugzeuge wurden in Holdings geschickt, Starts wurden alle nach hinten geschoben. Sobald der Präsident in Richtung Davos unterwegs war, wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen. Etwas weniger lange aber doch auch rund 25-30 Minuten ruhte der Flugverkehr als die Maschine am Donnerstag um ca. 17:45 Uhr via RWY16 wieder abhob Richtung USA.
Wie schon letztes Jahr waren auch die argentinische B757-200 (ARG-01) und die israelische B767-300 (4X-ISR) anwesend.
oben: Am Donnerstagabend landete die Spanish Air Force A310-304 (T.22-1) aus Larnaca kommend in Zürich. Zwar dürfte die bereits über 35-jährige Maschine schon so in manchen Spotterlogbüchern drinstehen, trotzdem ein Highlight, sieht man doch die A310 nicht mehr alle Tage (Raphael Joggi, Zürich, 22.1.26).
unten: Die Gulfstream G600 der Pakistan Army mit der militärischen Registrierung 786-99 verlässt Zürich kurz nach der Pakistan Air Force A319 (A-1102), welche ebenfalls auf den W-Standplätzen geparkt wurde (Raphael Joggi, Zürich, 22.1.26).
Für das eine oder andere Glücksgefühl dürfte auch die ägyptische Delegation bei den Spottern gesorgt haben. Die längst in die Jahre gekommene SU-GGG erreichte am Dienstagnachmittag Zürich und flog rund 70 Minuten später bei schönstem Sonnenschein zum Parkieren nach Genf.
Die Delegation aus Pakistan reiste gleich mit drei Flugzeugen an - der Airbus A319 mit der Registration A-1102 dürfte hierbei ebenfalls das Herz einiger Spotter höherschlagen lassen. Etwas weniger prominent angeschrieben war die Gulfstream G600 (786-99), welche genau gleich wie die weitaus auffälliger angeschriebene Gulfstream IV (J-756) Zürich innerhalb weniger Minuten via RWY28 verliessen.
Sehr stark vertreten waren auch die Länder Kasachstan, Usbekistan, Aserbaidschan und Armenien. Die kasachische A330-200 sowie die usbekische Boeing 787-8 waren gleich zweimal in Zürich anzutreffen. Geparkt wurden die Maschinen in München (Usbekistan) und Stuttgart (Kasachstan). Für ein gewohntes Bild sorgten die Aserbaidschani, welche wie gewohnt mit ihrer A340-600 während mehrere Tage in Zürich waren. Dazu kamen zwischenzeitlich noch eine Gulfstream G650 (4K-AI88) und eine A319-CJ (4K-8888). Armenien war mit der gewohnen A319 (701) in Zürich.