Erste Swiss A350 hat Jungfernflug absolviert

07.08.2025    Quelle: Swiss International Air Lines         

«Ein Flugzeug ist zum Fliegen gemacht. Und doch ist es ein Gänsehaut-Moment, wenn eines zum allerersten Mal abhebt» schreibt die Swiss-Pressestelle für einmal ungewohnt emotional. Am Mittwoch, 6. August, war es wieder einmal so weit: Der erste A350-941 von Swiss International Air Lines hob um 11:27 in Toulouse zu einem ersten Testflug ab. Während des mehrstündigen Fluges analysieren Spezialistinnen und Spezialisten von Airbus das Flugzeug unter anderem mit Fokus auf Aerodynamik, Steuerung, Druckkabine, Avionik sowie elektrische und klimatische Systeme. Es handelt sich um den ersten von insgesamt zehn bestellten Airbus A350-941. Für Swiss ist es ein Meilenstein auf dem Weg zur Modernisierung ihrer Langstreckenflotte.

Bis zur Übergabe und Auslieferung an Swiss - voraussichtlich zu Beginn des Monats Oktober 2025 - wird die «Wanderlust» A350-941 mit dem Werkskennzeichen F-WZHI fliegen (Swiss, Toulouse, 6.8.25).

Flottenmodernisierung für eine neue Ära

Swiss nimmt bis 2031 insgesamt zehn A350-900 in Betrieb. Sie alle werden mit der neuen Swiss Senses-Kabine ausgestattet. Das neue Langstreckenflugzeug zeichnet sich durch rund 25 % geringeren Treibstoffverbrauch, etwa 25 % reduzierte CO₂-Emissionen und bis zu 50 % weniger Lärm aus. Der erste A350 von Swiss trägt den Namen Lausanne. Die Stadt am Genfersee ist eine der bedeutendsten Städte der Schweiz und steht für Kultur, Innovation und Internationalität. Die Heimat des Internationalen Olympischen Komitees ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsstandort, sondern auch ein beliebtes Reiseziel mit seiner Lage direkt am Genfersee, seiner charmanten Altstadt und einem vielfältigen Kulturangebot.

Endmontage in Toulouse

Airbus hat das Flugzeug mit der Seriennummer MSN 737 in den vergangenen Monaten in Toulouse fertiggestellt. Die Fachkräfte montierten Rumpf, Flügel, Triebwerke und Leitwerke, integrierten die neue Swiss Senses-Kabine und brachten zuletzt das einzigartige Spezialdesign «Swiss Wanderlust» an. Dieses ist eine Hommage an die Schweiz und ihre Vielfalt. 

In den vergangenen Wochen haben bereits ausführliche Tests am Boden stattgefunden. Dabei wurden die Triebwerke, das Verhalten bei verschiedenen Rollgeschwindigkeiten sowie die Brems- und Lenkungstechnik geprüft. Zudem fand ein simulierter Startabbruch bei hoher Geschwindigkeit statt. Diese Abläufe dienen dazu, zentrale Sicherheitssysteme wie Fahrwerk, Treibstoffsysteme, Hydraulik und Elektronik umfassend zu testen. Für die laufenden Testflüge trägt der Airbus A350 die französische Werks-Registrierung F-WZHI, da das
Flugzeug dabei immer noch in der Verantwortung von Airbus und den französischen Behörden liegt. Erst nach der formellen Übertragung zum Zeitpunkt der Auslieferung Anfang Oktober erhält der A350 die Schweizer Kennzeichnung HB-IFA. 

Damit wird die «Lausanne» das erste Flugzeug in der Swiss-Flotte sein, das als Folge der Lockerung der Vergabe von Immatrikulationen durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Kennzeichen erhält, das bereits einmal für ein Schweizer Verkehrsflugzeug in Gebrauch war: Zwischen 1966 und 1968 trug bereits eine DC-9-15, die von Hersteller McDonnell Douglas als Übergangslösung bis zur Auslieferung der von Swissair bestellten grösseren DC-9-30 zur Verfügung gestellt wurde, das Kennzeichen HB-IFA.