Etihad reaktiviert zwei weitere A380
02.08.2025 Quelle: Simple Flying
Bei vielen Airlines hat der Ausbruch der Covid-19-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen auf den Luftverkehr ein Ende des «Superjumbos» A380-800 bedeutet, so etwa bei Air France, China Southern Airlines, HiFly Malta, Malaysia Airlines und Thai International. Andere Airlines, die während der massiven Einschränkungen des Reiseverkehrs ihre A380-Flotten stillgelegt hatten, äusserten zunächst Zweifel, ob sie die Flugzeuge jemals wieder in Betrieb nehmen würden. Zu dieser Gruppe gehörten etwa Lufthansa, Etihad Airways oder Qatar Airways, die nach der Pandemie zunächst auf das Muster verzichten wollten, dann aber angesichts der Erholung der Nachfrage, die wesentlich schneller als erwartet eintrat, und angesichts der anhaltenden Lieferverzögerungen neuer Langstreckenmuster einen Teil ihrer A380 nach aufwendigen Wartungsarbeiten wieder in den Linienbetrieb zurück holten.
Etihad Airways, die zwischen 2014 und 2017 zehn Einheiten des Musters in Betrieb genommen hatte, entschied sich zunächst, vier der Flugzeuge zu reaktivieren und sie primär auf der Verbindung von Abu Dhabi nach London Heathrow einzusetzen. So kehrten die vier jüngsten ihrer zehn A380 (A6-APG, H, I und J) im Laufe des Sommers 2023 in den Plandienst zurück. Im Frühsommer 2024 erweiterte Etihad das Einsatzgebiet ihrer reaktivierten Superjumbos sukzessive um die Destination Paris-Charles de Gaulle, Singapore und Toronto und nahm hierfür zwei weitere Flugzeuge wieder in Betrieb (A6-APE und APF). Die vier ältesten Einheiten von 2016 (A6-APA bis APD) blieben hingegen weiterhin in Lourdes und Teruel abgestellt, bis kurz nach Weihnachten 2024 auch die A6-APD nach Abu Dhabi überführt wurde und inzwischen in den Einsatz zurückgekehrt ist. Nun hat die Airline bekannt gegeben, dass sie zwei weitere ihrer A380 zurückholen wird: Die A6-APC wird im Juni 2026 wieder in den Linienbetrieb gehen, die A6-APB wird ihr im Januar 2027 folgen. Damit wird lediglich die A6-APA ausser Dienst gestellt bleiben und soll zur Gewinnung von Ersatzteilen zerlegt werden.
Etihad bestätigt darüberhinaus, das Muster zumindest bis 2032 weiter einsetzen zu wollen. Welche zusätzlichen Destinationen Etihad mit den beiden reaktivierten A380 bedienen wird, hat die Airline bislang nicht bekannt gegeben. In der Zeit vor Covid-19 waren aber neben den aktuellen Destinationen auch New York-JFK, Sydney-Kingsford Smith und Melbourne Tullamarine A380-Destinationen der Etihad Airways.
Die gegenwärtig noch in Lourdes/Tarbes abgestellte A380-861 A6-APC soll bis Juni 2026 reaktiviert werden und wieder bei Etihad Airways in den Liniendienst zurückkehren. Sie wird somit als achter «Superjumbo» der Golfairline aus dem Covid-19-Dornröschenschlaf zurückkehren (Lukas Lusser, London Heathrow, 1.9.19).