Qantas hat ihren ersten Airbus A321neo XLR erhalten

05.07.2025    Quelle: Airbus Industrie         

Der australische Flagcarrier Qantas hat am 30. Juni 2025 den ersten von vierzig bestellten Airbus A321neo XLR im Airbus-Werk Hamburg Finkenwerder in Empfang genommen, rund zwei Monate später als vor wenigen Monaten noch angekündigt. Das Flugzeug wurde anschliessend mit nur einem Stopp in Bangkok, der zugleich als Crewrest genutzt wurde, in 42 Stunden Flugzeit direkt nach Sydney überführt, wo es am 2. Juli bei strömendem Regen und starkem Wind eingetroffen ist.

Der Airbus A321-271NY XLR trägt das Kennzeichen VH-OGA und den Namen «Great Ocean Road». Ihm werden 27 weitere Einheiten folgen, die ebenfalls bei der Mutter Qantas zum Einsatz kommen, sowie zwölf typengleiche Flugzeuge, die bei der Low-Cost-Tochter JetStar fliegen werden.

Das Werk Hamburg Finkenwerder der Airbus Industrie hat die erste A321-271NY XLR an Qantas übergeben. Das Flugzeug trägt das Kennzeichen VH-OGA, ein Kennzeichen das bei Qantas bereits einmal von August 1988 bis November 2009 für eine Boeing 767-300ER in Gebrauch gewesen war (Airbus Industrie, Hamburg Finkenwerden, 30.6.25).

Die A321neo XLR der Qantas werden in einer Zwei-Klassen-Kabine Platz für 197 Passagiere bieten, davon 20 in der Business-Klasse mit einem 2-2 Sitzlayout, und 177 in der Economy. Die moderne Kabine bietet WiFi, USB-Anschlüsse für jeden Platz und rund 60% mehr Stauraum für Handgepäck als das Vorgängermuster Boeing 737-800.

Bei Qantas werden die A321neo XLR alle nach Wanderwegen, Strassen und Flüssen benannt werden, um das übergeordnete Thema «Reisen» zu konkretisieren. Sie erhalten passenderweise Kennzeichen in der Sequenz VH-OG..., die von Mitte der 1980er Jahre bis Ende der 2000er Jahre für die ebenfalls im asiatischen Raum und im Pazifik eingesetzten Boeing 767-300ER der Airline in Gebrauch waren.

Modernisierung der Inland-Flotte und Ausbau in Asien und im Südpazifik

Die 28 A321neo XLR der Mutter Qantas werden - trotz ihrer Reichweite von über 8'000 Kilometern - primär zur schrittweisen Erneuerung der bisher aus Boeing 737-800 bestehenden Inlandflotte genutzt, und somit auf Flügen von maximal rund 4 1/2 Stunden Dauer eingesetzt.

Sie ermöglichen es Qantas in Zukunft aber auch, neue sekundäre Routen zu Inseln im Südpazifik, zu Zielen in Südasien und China sowie ab der australischen Westküste theoretisch sogar bis nach Indien zu erschliessen. Sie sind in der Lage, Destinationen auf wirtschaftliche Weise zu erreichen, die bisher weit ausserhalb der Möglichkeiten der Boeing 737-800 lagen. Konkret erwägt Qantas laut dem australischen Sender «7news Australia» etwa Direktflüge ab verschiedenen australischen Ausgangsorten nach Phuket in Thailand oder nach Bali und Fiji. Die grundlegende Idee ist dabei, dass die Flugzeuge nach ihren Inlandeinsätzen tagsüber in den Nachtstunden die genannten internationalen Ziele ansteuern, um bis zum folgenden Morgen wieder an die Ausgangspunkte ihrer Inland-Rotationen zurückzukehren.