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Holiday Air legte 1994 einen holprigen Start hin, nachdem ihre ersten beiden Flugzeuge, zwei gemietete A320, bereits nach wenigen Monaten vom Leasinggeber zurückgefordert wurden. 1995 kehrte Holiday Air mit einer der unverständlichsten Flottenpolitiken der Luftfahrtgeschichte auf den türkischen Chartermarkt zurück, mietete sie doch je eine einzelne Boeing 727-200, eine Boeing 737-200, eine Lockheed L-1011 TriStar 1, eine Tupolev 154M, eine Yakovlev 42D und einen Airbus A310-200 an. Lediglich vom Airbus A300 legte sie sich drei Exemplare zu, eine A300B2 und zwei A300B4-2C wie die TC-RAA. Im November 1996 stellte das verschuldete Unternehmen im Nachgang zum Absturz der Birgenair Boeing 757 vor der Dominikanischen Republik, der den Ruf türkischer Charteranbieter nachhaltig trübte, den Betrieb ein.

Nur gerade ein knappes Jahr lang war Akdeniz Airlines aktiv, die mit drei aus Eastern Airlines-Beständen erworbenen Airbus A300B4-103 an den Start ging. Die TC-TKC ex N212EA war gar nur von Juni bis Oktober 1995 aktiv, bevor sie in die USA retourniert und schliesslich 2001 abgebrochen wurde.

In der Schweiz beginnt die Geschichte der A320-Familie am 17. Januar 1995 mit der Auslieferung des ersten Airbus A321-111 HB-IOA an Swissair. Total nutzte sie bis zu ihrem Grounding im Oktober 2001 neun A319, zwanzig A320 und neun A321, wovon 26 Exemplare anschliessend von der Nachfolgerin Swiss International Air Lines übernommen wurden. Einzelne dieser Jets stehen heute noch im Plandienst, nicht zuletzt dank der durch die Probleme des Pratt&Whitney PW1100 GTF-Triebwerks verursachten Lieferverzögerungen bei den bestellten A320neo und A321neo.

Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: Der Airbus A320-212 der Northwest Airlines, hier die 1992 gebaute N338NW, wurden bereits in der neuen Bemalung mit dem roten Kabinendach ausgeliefert. Die N338NW fliegt übrigens als eine der ältesten A320 weltweit auch Ende 2024 noch. Sie steht bei Delta Airlines im Dienst, seit diese Northwest Airlines im Jahr 2010 übernommen hat.

Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: America West war einer der frühesten A320-Nutzer in den USA, wobei die ersten Einheiten eigentlich für die in Konkurs gegangene Braniff Airline vorgesehen waren, so auch die A320-231 N632AW, mit Baunummer 081 ein sehr frühes Kind der A320-Familie.

Bis zum flächendeckenden Anschluss aller französischen Regionen an das TGV-Hochgeschwindigkeitnetz der französischen Bahn sorgt Air Inter mit einem dichten Inland-Flugnetz für den Anschluss nach Paris. In den letzten Jahren vor ihrer Integration in Air France und der Einstellung zahlreicher Inlandrouten modernisiert Air Inter ihre Flotte noch mit Jets der A320-Familie wie dem Airbus A320-211 F-GJVF.

Das einzige Motiv vom Bündelitag 1993, das mehr als 30 Jahre später in beinahe gleicher Form noch angetroffen werden kann, zeigt sich in Form des Airbus A320-211 TS-IMD der Tunisair. Zwar ist der genannte Airbus mit Baujahr 1991 seit Januar 2019 an seiner Heimatbasis abgestellt, doch betreibt die nordafrikanische Airline nach wie vor acht A320ceo in einer unveränderten Bemalung.

Vier Airbus A300-605R wie die G-MAJS waren bis Mitte der 1990er-Jahren die grössten Flugzeuge in der Flotte der traditionsreichen Charterairline Monarch aus London Luton. Sie kamen nicht nur auf Rennstrecken in Europa zum Einsatz, sondern führten auch Charterketten nach Gambia, Goa, Orlando und Tobago durch. Ab 1996 verstärkte eine einzelne DC-10-30 die Langstreckenflotte.

Im November 1991 hatte Delta Air Lines die Nordatlantik-Strecken inklusive der zugehörigen Airbus-Flugzeuge von der finanziell angeschlagenen Pan Am gekauft. Kurze Zeit später trugen alle übernommenen Flugzeuge, so auch der Airbus A310-324 N816PA, die vollen Delta-Farben.

Cyprus Airways gehörte zu den ersten Betreibern des frisch auf dem Markt erschienenen Airbus A320. Sie war gar die erste Airline, die mit dem VAE2500-Triebwerk ausgerüstete A320-231 nach Zürich brachte, hier die 5B-DAW, während Air France, British Airways und Lufthansa bereits einige mit CFM56-Triebwerken ausgestattete A320-211 betrieben und diese sporadisch nach Zürich einsetzten.

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