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Damals, wie heute noch immer, war die Präsenz von Air Algérie sehr gross. Ab den Flughäfen Charles de Gaulle und Orly bediente der algerische Flagcarrier mehrere Destinationen im nordafrikanischen Land. Auf der Rennerstrecke in die Hauptstadt Algiers kam jeweils grösseres Fluggerät zum Einsatz, so zum Beispiel der zum Zeitpunkt der Aufnahme knapp jährige Airbus A330-202 7T-VJW, welcher übrigens bis heute Teil der Flotte ist.

Die ersten 21 gebauten Airbus A320, ausgeliefert zwischen Februar 1988 und Dezember 1989, unterschieden sich von ihren Nachfolgemodellen äusserlich lediglich durch die fehlenden Wingtips. Sie waren zudem mit kleineren Treibstofftanks ausgestattet und ihr maximales Abfluggewicht lag tiefer. Von dieser so genannten A320-100-Version übernahm Air France acht Stück. Fünf Einheiten sicherte sich British Airways, welche noch auf eine Bestellung der zwischenzeitlich integrierten British Caledonian Airways zurückgingen. Die weiteren sieben Exemplare (mit Ausnahme des Prototyps mit Baunummer 1, welcher bei Airbus blieb) gingen an Air Inter, darunter auch der A320-111 F-GGEB. Als Air Inter 1997 in Air France aufging, kamen diese, abzüglich der bei einem Unglück in den Vogesen verlorenen F-GGED, ebenfalls in Besitz von Air France.

Die heutige Air Corsica nannte sich im März 2006 noch CCM Airlines, wobei CCM für Compagnie Corse Méditerranée stand. Damals wie heute stellte sie die Anbindung an die französische Mittelmeerinsel Korsika auf dem Luftweg sicher. Nebst mehreren ATR wurden zu diesem Zweck auch zwei A320-214 betrieben, welche praktisch täglich auf der Rennerstrecke nach Paris Orly zum Einsatz kamen. Auch hinter der abgebildeten F-GYFL verbirgt sich ein kleines Stück schweizer Luftfahrtgeschichte, wurde der Zweistrahler doch im September 1995 als HB-IJC an Swissair ausgeliefert. Heute steht er übrigens am Flughafen Hahn als Übungsflugzeug mit der fiktiven Registration D-ABWH.

F-GYFL

c/n: 548

Francesco Frasa 10.2.2006 ORY

Im Dezember 2005 ausgeliefert und somit zum Zeitpunkt dieser Aufnahme brandneu war damals der Airbus A330-243 SU-GCJ von Egypt Air. Die Bemalung mit dem Horus auf blauem Grund wurde wenige Jahre zuvor eingeführt, entpuppte sich aber als relativ unbeliebt und wurde Anfang der 10er-Jahre bereits wieder durch die heute aktuelle Bemalung abgelöst. Die SU-GCJ wurde übrigens 2019 zum Frachter umgebaut und steht seither als solcher bei Egypt Air Cargo im Einsatz.

Im Januar 2006 waren die Airbus A340-642 von Thai Airways Stammgäste in Zürich. Hier zeigt sich die HS-TNA beim Start von der Piste 16. Wegen einer Umleitung aus Mailand-Malpensa waren an diesem Tag sogar zwei dieser elegant bemalten Maschinen in Kloten zu sehen. Nach jahrelanger Abstellung in Rayong/U-Tapao sowie später im chinesischen Taiyuan soll die Maschine nun an einen dubiosen Carrier in Malawi verkauft werden.

Am 16. Oktober 1989 lieferte Airbus Industrie mit der D-AIPA «Buxtehude» den ersten von inzwischen über 140 A320 an Lufthansa aus. Am 29. Mai 2019 führte sie ihren letzten kommerziellen Flug für den Kranich durch, als sie von Brüssel nach Frankfurt zurückkehrte. Mit 71'400 Flugstunden und 56'982 Landungen wurde sie anschliessend in Sofia abgebrochen. Hier startet die Urahnin der LH-A320-Familie mit der kürzlich für die bevorstehende Fussball-WM 2006 angebrachten «Fussball-Nase» zum Rückflug von Zürich nach Frankfurt.

D-AIPA

c/n: 069

Lukas Lusser 25.11.2005 ZRH

HB-IQZ, Airbus A330-243, Erstflug am 8.11.00 als F-WWKG, ausgeliefert an Edelweiss am 17.11.00 als HB-IQZ, retourniert an CIT Leasing und ausgeliefert an Air Transat am 18.11.10 als C-GTSN, weitervermietet an XL Airways France vom 17.12.10 bis 9.5.11 als C-GTSN, weitervermietet an Garuda Indonesia vom 29.9.11 bis 11.12.11 als C-GTSN, weitervermietet an XL Airways France vom 16.12.11 bis 1.5.12 als C-GTSN, weitervermietet an Travel Service Polen vom 1.11.16 bis 1.4.17 als C-GTSN, letzter Einsatz am 31.8.20, retourniert an Avolon Aerospace am 10.2.21, abgestellt in Hondo South Texas (USA), abgebrochen und gelöscht am 19.1.23.

Als der Airbus A340-313 HB-JMH der Swiss an einem kalten Winternachmittag von der Zürcher Piste 16 abhebt, ist er noch kein Jahr alt. Am 28 April 2004 wurde er noch in der ursprünglichen, vom Designer Tyler Brulé gestalteten Bemalung mit kleinen Titeln und viersprachigen «Schweiz»-Aufschriften auf Rumpf und Triebwerken in Dienst gestellt.

Auch Swiss International Air Lines versuchte sich für kurze Zeit als Player im Chartermarkt. Für die eigens gegründete Marke Swiss Sun wurden drei Airbus A320-214 HB-IJU, IJV und IJW nachbestellt und während zwei Jahren zu Ferienzielen betrieben. Mit dem Einstieg der Swiss bei Edelweiss erübrigte sich der eigenständige Betrieb einer Urlaubsmarke.

Nach der Fusion mit der Skandinavischen Premiair trat die frühere Airtours International ab 2002 unter der neugeschaffenen Marke MyTravel Airlines auf. Zugleich wurde eine auffällige Bemalung in orange und blau eingeführt, wie sie hier der Airbus A320-231 G-CRPH zeigt.

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