easyJet präsentiert Halbjahres-Zahlen - A319 fliegen noch bis 2029
26.05.2026 Quelle: EasyJet
Für die erste Hälfte des Finanzjahres 2026 hat easyJet in der vergangenen Woche ihre Zahlen präsentiert. Dabei resultiert konzernweit ein Verlust von etwas mehr als 550 Millionen Pfund zwischen Oktober 2025 und März 2026 (das Finanzjahr läuft jeweils vom 1. Oktober bis zum 30. September des folgenden Jahres). Der Verlust lässt sich vor allem durch gezielt im Winter vorgenommene Investitionen in verschiedenen Bereichen erklären. Während die Passagierzahlen auch im Winter stets grösser werden, überwiegen die Investitionen in dieser Jahreszeit, sodass der Verlust vor allem struktureller Natur ist. Zu den Gründen zählen unter anderem strategische Überkapazitäten auf gewissen Linien, um gegen die Konkurrenz gewappnet zu bleiben.
Der Ausblick auf die zweite Hälfte des Finanzjahres mit den Sommermonaten 2026 ist von Unsicherheiten rund um den Konflikt im Nahen Osten geprägt. Bereits jetzt scheint klar, dass die Buchungszahlen allgemein zurückgegangen sind. Dennoch verzeichnet easyJet weiterhin relativ starke Buchungszahlen, gerade auch dank vieler kurzfristiger Buchungen. Für die Sommersaison 2026 sind in diesem Jahr bereits vier fabrikneue A321neo sowie ein A320neo zur Flotte gestossen. Weitere neue Flugzeuge befinden sich bereits in der Fertigung. Insgesamt erwartet easyJet konzernweit einen Anstieg der Sitzplatzkapazität von rund 3% im Laufe des Finanzjahres 2026. Neue Basen mit je drei Flugzeugen sind Newcastle und Marrakesch eröffnet worden, wobei Marrakesch die erste Basis ausserhalb Europas ist. Weitere sieben Flugzeuge wurden auf die aktuell profitabelsten Basen im Netzwerk verteilt.
Im Sommer 2025 war der Airbus A319-111 OE-LQI von easyJet Europe noch einer von mehr als 80 seiner Art innerhalb des easyJet-Konzerns. Bis Ende 2029 soll nun der A319 komplett aus der Flotte verschwinden und durch grössere A320neo und A321neo ersetzt werden (Joel Vogt, Korfu, 14.6.25).
In den kommenden drei Jahren steht die komplette Ablösung der noch aktiven Airbus A319 durch neue A320neo und A321neo an. Noch immer sind 79 A319 bei easyJet aktiv, 41 davon im britischen Register und 38 im österreichischen Register bei easyJet Europe. War bislang eine Ausflottung bis Ende 2027 geplant, ist dies nun bereits bis Ende Sommerflugplan 2029 ausgedehnt worden. Im Finanzjahr 2027 sollen 19 Flugzeuge ausgemustert werden, während 2028 der Abgang von 35 Maschinen geplant ist. Diesen Abgängen stehen 30, respektive 43 neu auszuliefernde Flugzeuge gegenüber. Die A320neo und A321neo, von denen easyJet 287 weitere fest bestellt hat und 100 weitere Kaufrechte besitzt, bieten mehr Kapazität und Kosteneffizienz. Das konzerninterne Ziel von mindestens 2.5 Millionen Pfund Gewinn vor Steuern lässt sich mit diesen neuen Maschinen deutlich besser erreichen.