Air France und KLM im Sommerflugplan 2026

03.04.2026    Quelle: Air France-KLM         

Air France/KLM setzt im Sommer 2026 auf einen moderaten Ausbau der Kapazitäten im Netzwerk ihrer beiden Marken, wobei Anpassungen sowohl das Langstreckennetz wie auch den innereuropäischen Markt betreffen.

KLM mit Wachstum und neuen Reisezielen

Im Vergleich zum Vorjahr erhöht KLM die Gesamtzahl der Sitzplätze um rund fünf Prozent. Dabei wächst die Kapazität auf europäischen Strecken um etwa sechs Prozent und auf interkontinentalen Strecken um rund vier Prozent. Ab dem Sommer 2026 können Passagiere erstmals neue Reiseziele wie Jersey, Santiago de Compostela und Oviedo anfliegen. Zudem erweitert die Airline im Sommer 2026 die Frequenzen zu zahlreichen europäischen Destinationen. So wird Cagliari neu täglich angeflogen und die Verbindungen nach Istanbul, Dubrovnik, Ljubljana und Cork ausgebaut.

Auch auf interkontinentalen Strecken baut KLM ihr Angebot aus. Kapstadt wird mit zusätzlichen Flügen bedient und Portland wird künftig täglich angeflogen. San Diego, Miami und Hyderabad werden zum ersten Mal die gesamte Sommersaison angeflogen, während San José erstmals als Sommerziel angeboten wird.

Die Boeing 787-9 PH-BHH ist eine von derzeit 28 aktiven Dreamlinern in der Langstrecken-Flotte der KLM. Neben 13 Einheiten des weitverbreiteten Muster -9 verfügt KLM dabei auch über 15 grössere Boeing 787-10 (Lukas Lusser, Amsterdam, 7.8.24).

Air France mit Kapazitätsausbau im Langstreckennetz

Air France erhöht im Sommer 2026 ihre Langstreckenkapazität um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum ist vor allem auf den Ausbau der Verbindungen nach Nord- und Südamerika zurückzuführen. Neu wird eine Direktverbindung zwischen Paris-Charles de Gaulle und Las Vegas eingeführt, die ab dem 15. April 2026 dreimal wöchentlich mit einem Airbus A350-900 bedient wird. Las Vegas wird das 19. Ziel von Air France in den Vereinigten Staaten und das 26. in Nordamerika sein. Ab Juni bietet Air France einen zweiten täglichen Flug nach New York-Newark an. Bis zum Sommer 2026 wird Air France in Zusammenarbeit mit Delta Air Lines bis zu 11 tägliche Flüge zwischen Paris-Charles de Gaulle und den New Yorker Flughäfen JFK und Newark anbieten.

oben: Auf der neuen Strecke nach Las Vegas wird Air France ihre mittlerweile 41 Einheiten starke Flotte von Airbus A350-941 zum Einsatz bringen. Die F-HTYG ist eine der frühen Einheiten dieser Teilflotte, ausgeliefert am 2. Februar 2021 (Mehrad Watson, São Paulo Guarulhos, 21.7.23)

unten: Bei Air France steht eine Teilflotte von zehn Boeing 787-9 Dreamlinern im Langstrecken-Einsatz, darunter die 2019 ausgelieferte F-HRBH. Im Gegensatz zur KLM nutzt Air France aber keine der grösseren Boeing 787-10. Mit der F-HRBA wurde zudem eine ihrer Dreamliner Ende März 2026 als Reaktion auf die Krise in Nahost in Teruel geparkt (Lukas Lusser, Toronto, 24.4.24). 

Krise im Nahen Osten: Aussetzung der Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Dubai und Riad

Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage an den Zielorten und der Sperrung bestimmter Lufträume hat Air France die Flüge nach Beirut, Dubai, Riad und Tel Aviv bis vorerst 19. April 2026 ausgesetzt. Seit Beginn der Krise erhöht Air France dehalb ihre Kapazitäten auf stark nachgefragten Strecken nach Asien. Zusätzliche Flüge wurden unter anderem nach Bangkok, Singapur, Delhi, Mumbai und Manila sowie nach Nairobi in Kenia aufgenommen. Auf ausgewählten Flügen nach Bangkok, Phuket, Singapur, Delhi und Tokio werden zudem grössere Flugzeuge eingesetzt. Diese Kapazitätserweiterung wird während der gesamten Sommersaison 2026 fortgesetzt, mit zusätzlichen Flügen nach Bangkok, Singapur, Bangalore, Tokio und Osaka sowie dem Einsatz grösserer Flugzeuge auf bestimmten Flügen nach Delhi und Mumbai.

Über 90 Destinationen im Kurz- und Mittelstreckennetz

Im Sommer 2026 bietet Air France täglich bis zu 630 Flüge zu mehr als 90 Zielen in ihrem Kurz- und Mittelstreckennetz an. Um der saisonalen Nachfrage gerecht zu werden, baut die Fluggesellschaft ihren Flugplan zwischen Paris-Charles de Gaulle und mehreren grossen europäischen und mediterranen Städten deutlich aus, um damit ihren Kundinnen und Kunden mehr Auswahl und Flexibilität zu bieten.

Die Fluggesellschaft bietet neu bis zu vier Flüge nach Dublin an und nimmt eine neue Verbindung nach London-Gatwick mit zwei täglichen Flügen auf. Marrakesch und Rabat werden künftig bis zu viermal täglich angeflogen. Neapel profitiert ebenfalls von bis zu vier Flügen täglich, während Sevilla und Porto zweimal täglich angeflogen werden.

Neuausrichtung des Betriebs am Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle

Air France zentralisiert ab Sommer 2026 ihren gesamten Pariser Betrieb am Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle, mit Ausnahme der Flüge von und nach Korsika im Rahmen der derzeitigen gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen. In diesem Rahmen wird das Flugangebot zwischen Paris-Charles de Gaulle und Toulouse sowie Nizza auf jeweils 12 Flüge pro Tag erhöht, während Marseille neu mit 10 Flügen pro Tag angebunden wird. Alle Flüge in die französischen Überseegebiete – Pointe-à-Pitre, Fort-de-France, Saint-Denis de la Réunion und Cayenne – werden ebenfalls von Paris-Charles de Gaulle aus durchgeführt. Diese Neuausrichtung des Flugbetriebs am Flughafen Paris-Charles de Gaulle erleichtert internationale Verbindungen und stärkt die Anbindung zwischen den französischen Regionen und den Überseegebieten.

Gleichzeitig wird Transavia zur Flaggschiff-Fluggesellschaft der Air France-KLM-Gruppe am Flughafen Paris-Orly. Seit dem 29. März 2026 wird Transavia Toulouse und Nizza mit jeweils acht Flügen und Marseille mit zwei Flügen pro Tag ab Paris-Orly anfliegen. Insgesamt bedient Transavia France, die Low-Cost-Tochtergesellschaft der Air France-KLM-Gruppe, diesem Sommer 230 Strecken zu 109 Zielen in 33 Ländern und festigt damit ihre Position als führende Low-Cost-Fluggesellschaft mit Abflug von Paris.