Salzburg Airport im Aufwind - Bevorstehendes 100 Jahre Jubiläum

14.01.2026    Quelle: Flughafen Salzburg         

Auch wenn der Flughafen Salzburg für das Geschäftsjahr 2025 einen minimalen Rückgang von 0,71% bei den Passagieren verzeichnen musste, konnte der nach der Corona Krise eingeschlagene Erholungskurs konsequent fortgesetzt werden. Nachdem im Fluggeschäft das MTOW (Maximales Startgewicht) ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Flughafens ist, konnten mit einem kleinen Plus von 0,26% dennoch die Zahlen von 2024 überholt werden. Befördert wurden insgesamt 1'774'454 Passagiere (-0,71%) und 9'307 Tonnen Fracht (-1,76%). Die Flugbewegungen nahmen leicht zu, es wurden insgesamt 14.747 Bewegungen der kommerziellen Luftfahrt (+2,71%) und 40.036 Bewegungen der General Aviation (+3,05%) verzeichnet.

Ziel der Flughafenverantwortlichen ist ein attraktives Destinationsportfolio und verlässliche Anbindungen an internationale Drehkreuze für Reisende, den Tourismus und die regionale Wirtschaft. «Wir stehen in Europa mit 600 Flughäfen um bestehende und neue Flugverbindungen in harter Konkurrenz. Mit dem Ergebnis 2025 bei Flugplan und Fluggästen können wir sehr zufrieden sein. Unsere gut eingeführten Strecken zu behalten, gezielt Frequenzen auszubauen und neue, attraktive Ziele ins Flugprogramm ab Salzburg aufzunehmen - das ist unser Kerngeschäft und wir arbeiten intensiv daran, den Standort Salzburg und die Region international noch besser zu vernetzen», resümiert Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer.

Lufthansa sorgt mit ihren Anschlussflügen nach Frankfurt, hier die A320-271N D-AINQ beim winterlichen Start, mehrmals täglich für eine zuverlässige Anbindung des Flughafens Salzburg an den weltweiten Luftverkehr (Flughafen Salzburg, 4.1.25).

Im Geschäftsjahr 2025 wurden knapp 8 Millionen Euro investiert. Für die Terminalentwicklung – Baustart 2027 – flossen im letzten Geschäftsjahr rund 2.5 Millionen Euro, 105 Millionen Euro werden insgesamt bis zum Jahr 2033 für das Gesamtprojekt aufgewendet. Die laufende Sanierung der PFAS‑Altlasten im Grundwasser, die wegen verpflichtenden Übungen der Flughafenfeuerwehr mit Löschschaum in den letzten Jahrzehnten in das Grundwasser eingebracht wurde, umfasst neben dem Bau einer Grundwasserwaschanlage auch bodentechnische Überprüfungen, bauliche Adaptierungen von Brunnensystemen und die erste Phase der hydraulischen Sicherung der Altlast. Dafür sind bisher insgesamt 12 Mio. Euro angefallen, davon 1 Mio. Euro im Jahr 2025. Die restlichen grösseren Investitionsposten umfassen den Umbau eines Diesel-Passagierbusses auf Elektroantrieb (0,27 Mio.), IT Massnahmen Rechenzentrum Switch (0,25 Mio.), PV Anlagen (0,23 Mio.) und den Ersatzbau für ein Streumittellager für den Winter (0,17 Mio.).

«Bei den Investitionen sind wir immer noch dabei den Rückstau aus den Corona Jahren aufzuarbeiten. Und es gilt, die laufenden Anforderungen an Sicherheit und Effizienz umzusetzen. In den nächsten Jahren wird für die Terminalerneuerung viel Geld in die Hand genommen, um den Salzburger Flughafen zukunftsfit zu machen. Und neben behördlichen Auflagen und gesetzlichen Vorgaben gilt es auch das Umweltziel Zero Netto CO₂ im Auge zu behalten», so Ganghofer weiter.

Grossprojekt Terminalerneuerung – Baustart 2027

Der Flughafen modernisiert seine Terminalinfrastruktur grundlegend. Das Hauptterminal aus dem Jahre 1966 und das modernere Amadeus Terminal 2 aus dem Jahr 2005 (wurde im Winter als «Overfloor Terminal» und ausserhalb der Wintersaison als Eventlocation verwendet) werden technisch, architektonisch und baulich verbunden und zu einer durchgängigen, modernen Terminallandschaft weiterentwickelt.

Die Detailplanungen für den umfassenden Um- und Teilneubau laufen derzeit auf Hochtouren, der Baustart ist für Anfang 2027 geplant. «Der Flughafen ist Lebensader für den Tourismus und die Wirtschaft. Zugleich ist er unser Tor zur Welt und die Visitenkarte unseres Landes für alle ankommenden Gäste. Umso wichtiger ist ein Terminal, das effizient ist und den zeitgemässen Erfordernissen gerecht wird. Mit dieser unverzichtbaren Modernisierung bringen wir unsere Infrastruktur auf den aktuellen Stand der Technik und machen sie zukunftsfit», unterstreicht Schnöll. Während der Bauphase ist zeitweise mit Baustellenverkehr und Baulärm zu rechnen. Über relevante Bauaktivitäten informiert der Flughafen laufend auf seiner Website. 

Wintersaison 2025/26: Starke Nachfrage – Spitzentage im Februar

Der Start in die Wintersaison 2025/26 war ein sehr guter, perfekt präparierte Ski-Pisten und ein umfangreiches Angebot in den Naherholungsgebieten sorgen für gute Winterstimmung bei den Gästen in der Stadt und im Land. Die Spitzentage am Flughafen in der laufenden Wintersaison werden auf Grund der «Half Term Holidays» in England für den 14. und 21. Februar mit jeweils rund 180 angekündigten Flugbewegungen erwartet.

Ein Ausblick auf den Sommer 2026

2026 wird ab Salzburg wieder eine breite Auswahl an Direktverbindungen angeboten. Ganzjährig und besonders frequenzstark bleiben die wichtigen City- und Umsteigeverbindungen, darunter Frankfurt mit bis zu vier Flügen täglich sowie Düsseldorf mehrmals täglich, Berlin bis zu fünfmal pro Woche und täglichen Hamburg-Flügen. Auch internationale Städte sind gut angebunden: Amsterdam wird ganzjährig an drei Tagen pro Woche von Transavia bedient, Istanbul bis zu 2x täglich von Turkish Airlines, London ist mit Gatwick (täglich, BA Euroflyer) und Stansted (fünfmal pro Woche, Ryanair) ganzjährig erreichbar. Ergänzt wird das Angebot durch ganzjährige bzw. saisonale Verbindungen nach Belgrad und Pristina. Im Fokus des Sommerprogramms stehen erneut klassische Ferienziele am Mittelmeer: Besonders stark präsentiert sich Griechenland mit zahlreichen Inselverbindungen von Mai bis Anfang November, darunter Kreta/Heraklion, Rhodos, Kos, Korfu, Karpathos und Zakynthos. Italien und Frankreich ergänzen das Angebot mit Korsika/Calvi, Sardinien/Olbia und Kalabrien/Lamezia Terme. Spanien bleibt mit Palma de Mallorca als besonders dicht bedientem Ziel (bis zu zweimal täglich) ein zentraler Urlaubsbaustein, ausserdem sind Barcelona, Alicante und saisonal die Kanaren mit Gran Canaria und Teneriffa im Programm.

In Ägypten wird Hurghada ganzjährig mehrmals wöchentlich angeboten, Marsa Alam und ebenso Marrakesch (Marokko) sind bis Anfang Mai verfügbar. Neben Tunesien (Monastir) steht auch Bulgarien (Burgas) wieder am Sommerflugplan. In der Türkei gibt es übrigens neben dem Istanbul-Angebot auch Antalya mit mehreren wöchentlichen Frequenzen bis Anfang November. Weitere Wärmeziele sind Dubai mit Flydubai ganzjährig sowie Larnaka auf Zypern bis Anfang November. Tel Aviv ist im Sommer saisonal mit Israir bis zu täglich und zusätzlich ganzjährig mit EL AL/Sundor vorgesehen.

Vor dem inzwischen durch einen Neubau ersetzten Tower und Verwaltungsgebäude aus den 1960er Jahren erinnerte die als Ausstellungsstück restaurierte Douglas DC-3C OE-LBC des First Austrian Dakota Clubs in den Farben der Austrian Airlines an die Geschichte des Salzburger Flughafens. Es handelt sich bei ihr aber nicht um die originale OE-LBC, die von 1963 bis 1966 bei Austrian flog, sondern um die ehemalige N86U der Freefall Enterprises aus Phoenix, USA (Lukas Lusser, Salzburg, 6.8.99).

Ein ganz rundes Geburtstagsfest im Juni 2026

Ein grosser Termin zum Vormerken: Im kommenden Sommer können die Nutzer und das Publikum 100 Jahre Flughafen Salzburg (1926-2026) feiern. Der Salzburger Flughafen in Maxglan blickt zurück auf eine eindrucksvolle Geschichte, die von technischer Innovation und anhaltender internationaler Bedeutung geprägt ist.

Ein 100-jähriges Jubiläum darf auch gefeiert werden, daher lädt der Salzburg Airport am 20. Juni 2026 zum Tag der Offenen Tür ein. «Unser Flughafen ist ein wichtiger Leitbetrieb, ein Schlüsselfaktor bei Betriebsansiedelungen und seit einhundert Jahren Salzburgs Tor zur Welt. Hundert Jahre als erfolgreiches Unternehmen zu bestehen, ist gerade in diesen turbulenten Zeiten ein Grund zur Freude. Deshalb wollen wir dieses Jubiläum gemeinsam feiern und laden die Salzburgerinnen und Salzburger gemeinsam mit Luftfahrtunternehmen, dem Bundesheer, der Polizei, der Feuerwehr und weiteren Partnern zu einem grossen Flughafenfest ein», sagt Landeshauptfrau Karoline Edtstadler.