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Die eleganten Langstreckenflugzeuge des US Herstellers Lockheed ermöglichten Lufthansa in der Nachkriegszeit den Aufbau eines interkontinentalen Netzwerks. Insgesamt zehn Lockheed L-1049G «Super Constellation» und vier grössere, aber auch problemanfälligere Lockheed L-1649A «Starliner» flogen für den Kranich. Die 1955 gebaute L-1049G «Super Constellation» D-ALEM wurde nach dem Eintreffen der ersten Boeing-Jets von den prestigeträchtigen Langstreckenrouten verdrängt und stand noch bis 1967 auf Europastrecken im Einsatz, anschliessend wurde sie nach nur zwölfjähriger Einsatzzeit verschrottet. Bei der heute am Besucherpark des Flughafens München ausgestellten «Super Constellation» mit dem selben Kennzeichen D-ALEM handelt es sich um eine ehemalige Air France «Connie», die zuletzt bei Air Fret flog und anschliessend in Düsseldorf, Frankfurt und nun München als Ausstellungsstück hergerichtet wurde.

Lufthansa setzte ihre eingemietete DC-8-51 N8008D hauptsächlich auf der Verbindung zwischen Frankfurt und New York-Idlewild, dem heutigen Flughafen JFK, ein. Zu bestaunen ist sie hier von der ehemaligen Besucherterrasse des International Wing, die bis gegen Ende der 1970er Jahre gute Aussicht auf den abwechslungsreichen Flugverkehr bot.

N8008D

c/n: 45252

s/n: 1

Sammlung Andy Herzog April 1965 JFK

Sechs Tupolev Tu-104A standen von Ende der 50er- bis Mitte der 70er-Jahre bei CSA im Einsatz, eine davon war die OK-NDD, welche jedoch ein tragisches Schicksal ereilte, als sie am 1. Juni 1970 bei einem missglückten Landeanflug in Tripolis abstürzte und dabei alle 13 Insassen in den Tod riss.

Trans-Canada Airlines übernahm die DC-8-43 CF-TJB im Mai 1960 werksneu. Seit Juni 1964 firmiert Trans-Canada Airlines als Air Canada, und entsprechend trägt der mit Rolls-Royce Convay-Triebwerken ausgerüstete Jet die zugleich mit dem Namenswechsel eingeführte, bekannte rote Bemalung. Transvalair wird die Maschine im Juni 1977 erwerben und nach Sion überfliegen, wo sie als Ersatzteilspender ausgeschlachtet wird.

CF-TJB

c/n: 45443

s/n: 18

Peter Frei März 1965 ZRH

Die von KLM für VIASA Venezuelan International Airways eingesetzte DC-8-53 PH-DCH «Orville Wright» trägt die Farben der Partnergesellschaft nur auf einer Seite. Am 29. Juni 1968 wird sie während Wartungsarbeiten in einem KLM-Hangar in Amsterdam durch Feuer komplett zerstört. Ursache ist die Explosion eines Treibstofftanks, ausgelöst beim Wechseln einer Treibstoffpumpe.

PH-DCH

c/n: 45383

s/n: 120

Peter Frei März 1965 ZRH

Tunisair setzt von Mitte 1961 bis zum Ende der Sommersaison 1977 vier eigene Sud Aviation Caravelle III ein, so etwa die TS-TAR. Die Maschinen kommen auf Linien- und auch auf Charterflügen zum Einsatz.

Auf dem Weg zum Warm-Up an der Pistenschwelle 28 passiert die knapp zehn Jahre alte Lufthansa Lockheed L-1049G Super Constellation D-ALEM die bei Fotografen beliebte Wiese am Ort des heutigen Frachthofs Ost am Flughafen Kloten. Bereits 1967 wird der elegante Prop abgebrochen, vom rasch heraufziehenden Jet-Zeitalter verdrängt und überflüssig gemacht.

Im Gegensatz zu ihren Schwestern hat die Lufthansa L-1049G Super Constellation D-ALIN, die 1955 den Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau flog, bis heute überlebt. Sie ist in der Flugzeugausstellung P. Junior in Hermeskeil erhalten geblieben und kann dort von Innen und Aussen besichtigt werden.

Die 1964 gebaute Lufthansa Boeing 707-330B D-ABOT ging am 20. Dezember 1973 bei einer Bruchlandung am Flughafen Delhi-Indira Gandhi verloren, glücklicherweise ohne Verlust an Menschenleben.

D-ABOT

c/n: 18463

s/n: 363

Karl Freund Sommer 1964 ZRH

Channel Airways war eine abwechslungsreiche britische Charterairline, die bis zur Betriebseinstellung Ende Dezember 1971 zehn verschiedene Typenmuster aus britischer Produktion einsetzte. Die Palette reichte von der DH.89 Dragon Rapide bis zur HS.121 Trident und der DH.106 Comet 4B, hier die noch im Design der Vorbesitzerin Olympic Airways fliegende G-ARDI.

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