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Während eines guten Jahrzehnts betrieb KLM auch die Boeing 767-300ER in ihrer Flotte. Zwölf Einheiten wurden ab Mitte der 90er-Jahre bis zur Jahrtausendwende an den niederländischen Flagcarrier ausgeliefert, darunter im Mai 1997 auch die B767-306ER PH-BZK. Sie wurde auf den Namen Zeelandbrug / Zeeland Bridge getauft, der mit 5'022 Metern Länge längsten Brücke der Niederlande. Im April 2007 verliess der Zweistrahler die Flotte, heute ist er bei Azur Air als RA-73032 noch immer aktiv.

PH-BZK

c/n: 27614

s/n: 661

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

In den Nullerjahren verschwand mit VARIG eine sehr traditionsreiche Marke, als nach der Übernahme durch den Lowcoster GOL im Herbst 2008 der Name nicht mehr weitergeführt wurde. Die erste in Brasilien gegründete Fluggesellschaft war seit Juni 1927 tätig und stellte über Jahrzehnte die interkontinentale Anbindung des grössten südamerikanischen Staates sicher. Ab Anfang der 1990er Jahre gehörten MD-11 zur Flotte, die PP-VQK war von November 1999 bis Februar 2007 Teil davon. Sie wurde später zum Frachter umgebaut und stand knapp sieben Jahre bei Ethiopian Cargo im Einsatz, bevor sie 2016 in Victorville abgestellt wurde.

PP-VQK

c/n: 48758

s/n: 615

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

Mitte der Nullerjahre bildeten insgesamt sieben CRJ100/200 das Rückgrat von Adria Airways, entsprechend waren diese auch regelmässig an Europas Flughäfen anzutreffen, so auch in Paris-CDG. Der CRJ-200LR S5-AAE stand von November 1998 bis Januar 2014 beim slowenischen Flagcarrier im Einsatz und wurde daraufhin in Ljublijana abgestellt. Adria stellte im September 2019 nach fast 60 Jahren Aktivität den Betrieb ein.

Als Ersatz für die bis dahin eingesetzten Boeing 747-200 beschaffte sich Olympic Airways kurz vor der Jahrtausendwende vier Airbus A340-313X. Da das Langstreckennetz des ehemaligen griechischen Flagcarriers aufgrund mangelnder Rentabilität sukzessive zusammengestrichen wurde, kamen Mitte der Nullerjahre die Vierstrahler auch des öfteren auf den innereuropäischen Rennerstrecken zum Einsatz, so wie hier die SX-DFC nach Paris-CDG. Sie ist heute als YK-AZB Teil der Flotte von Syrian Air und dürfte trotz ihres Alters von bald 27 Jahren relativ wenig Flugstunden aufweisen, wurde sie doch nach ihrer Ausmusterung bei Olympic im September 2009 zunächst bis Februar 2017 in Athen, anschliessend bis März 2020 in Teheran und seit August 2024 erneut in Damaskus abgestellt.

SX-DFC

c/n: 280

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

Im März 1991 an Ansett ausgeliefert, gelangte der Airbus A320-211 mit Baunummer 157 2003 über Umwege zu Nouvelair Tunisie, welche ihn sogleich an Afriqiyah Airways weiter vermietete. Im September 2006, wenige Monate nach dieser Aufnahme, gab die libysche Airline den Zweistrahler zurück nach Tunesien, dieser wurde dort jedoch gar nicht mehr eingesetzt, sondern an Ural Airlines nach Russland veräussert. Als VP-BQZ stand er dort noch bis Februar 2015 im Einsatz und wurde anschliessend in Lourdes verschrottet.

Während heute Boeing 787 und Airbus A350 auf den Langstreckenverbindungen von Vietnam Airlines zum Einsatz kommen, betrieb man zwischen Mitte der Nuller- und Mitte der Zehnerjahre zehn Boeing 777-200. Die B777-2Q8 VN-A142 war von Juni 2003 bis März 2016 beim Flagcarrier des südostasiatischen Staates aktiv und wurde anschliessend in Lourdes abgestellt.

VN-A142

c/n: 32701

s/n: 443

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

Über Jahrzehnte war die Boeing 747 das Flaggschiff bei Air India, entsprechend waren die Vierstrahler an vielen europäischen Drehkreuzen regelmässig zu sehen, so auch in Paris-CDG. Die abgebildete B747-412 VT-AIQ, welche man aus Singapore Airlines-Beständen erwarb, weilte allerdings nur gerade ein Jahr bei Indiens nationaler Fluggesellschaft, von Oktober 2005 bis Oktober 2006. Anschliessend wurde sie zum Frachter umgebaut und stand als solcher bei Martinair, Air Cargo Germany, Ruby Star und JetOneX im Einsatz.

VT-AIQ

c/n: 24975

s/n: 838

Francesco Frasa 13.3.2006 CDG

Aerocondor wurde ursprünglich 1951 in Cascais bei Lissabon als Flugschule gegründet. Später war man auf mehreren Strecken im innerportugiesischen Verkehr tätig. Ab Dezember 2004 übernahm man die Durchführung der staatlich subventionierten innerfranzösischen Verbindung zwischen Paris Orly und der südwestfranzösischen Kleinstadt Agen, zwischen Bordeaux und Toulouse an der Garonne gelegen. Dabei kam die ATR 42-320 CS-TLR zum Einsatz. Im April 2007 erfolgte die Aufgabe der Strecke, ein Jahr später wurde der Betrieb ganz aufgegeben. Der 1988 an die mexikanische Aeromar ausgelieferte Turboprop flog noch einige Jahre weiter, zunächst in Afrika bei Fly540 und zuletzt auf den Kanaren als EC-LMX bei Canary Fly. Im Herbst 2014 wurde er ausser Dienst gestellt und in Shannon verschrottet, wobei der Rumpf in einem Stück in den Süden Irlands bei Kilbrittain, nähe Cork, transportiert wurde, wo er seither auf einem Testgelände für Bombensuchroboter steht.

Mit der Übernahme von UTA zu Beginn der 1990er-Jahre gelangten auch zwei Boeing 747-300 in die Flotte von Air France. Der französische Flagcarrier betrieb die B747-3B3(SCD) F-GETA und ihre Schwestermaschine F-GETB bis Ende 2006. Zuletzt waren sie in Orly stationiert und kamen vorwiegend auf den Langstrecken zu den französischen Überseegebieten zum Einsatz. Beide Vierstrahler gelangten anschliessend über Umwege zu Mahan Air, die ehemalige F-GETA schaffte es danach auch noch nach Venezuela als YV3531 bei Emtrasur Cargo.

F-GETA

c/n: 23413

s/n: 632

Francesco Frasa 27.2.2006 ORY

1962 als Compagnie Sénégalaise de Transports Aériens gegründet und 1971 in Air Sénégal umbenannt, erhielt der senegalesische Flagcarrier mit dem Einstieg von Royal Air Maroc zu Beginn der Nullerjahre noch den Zusatz "International". Betrieben wurden unter anderem auch drei Boeing 737-700, darunter die abgebildete B737-7BX 6V-AHO. Nach mehreren verlustreichen Jahren entbrannte zwischen RAM und dem senegalesischen Staat ein Streit, welcher in der Einstellung des Betriebs im April 2009 mündete. Die heutige Air Sénégal hat übrigens operativ keine Verbindung und wurde erst 2016, also sieben Jahre später, aus der Taufe gehoben.

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