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Neben vier Airbus A319 betrieb Meridiana Mitte der Nullerjahre eine stattliche Anzahl MD-82/83, darunter auch die MD-82 I-SMEM, welche im September 1984 werksneu an die damalige Alisarda ausgeliefert wurde. Sie verblieb auch nach dem nächsten Namenswechsel bei der ursprünglich aus Sardinien stammenden Airline, als sich diese 2010 mit Eurofly zusammenschloss und Meridiana Fly gründete. Im August 2016 und somit vor dem erneuten Rebranding auf Airitaly wurde sie in Olbia abgestellt.

I-SMEM

c/n: 49248

s/n: 1152

Francesco Frasa 1.6.2006 CDG

Heute noch immer aktiv ist der zum Zeitpunkt dieser Aufnahme erst wenige Monate alte A330-323E N811NW. Mit seinen 20 Schwestermaschinen, welche Northwest zwischen August 2003 und Oktober 2007 erhielt, steht er seit der Übernahme von Northwest durch Delta Airlines bei letzerer im Einsatz.

Ein Jahrzehnt lang, nämlich von November 2003 bis Dezember 2013, betrieb Royal Air Maroc auch A321-211 in der Flotte. Insgesamt vier Einheiten davon kamen bei RAM zum Einsatz, darunter die CN-RNY. Bei der - im Gegensatz zu den B737-800, von welchen der marokkanische Flagcarrier bis heute über 30 Einheiten eingesetzt hat - vergleichsweise kleinen Anzahl waren sie entsprechend selten anzutreffen, die höchsten Chanchen ausserhalb Marokkos bestanden dabei wohl in Paris Orly. Alle vier Stück gingen anschliessend an S7 Airlines, wo sie noch heute aktiv sind.

CN-RNY

c/n: 2076

Francesco Frasa 11.5.2006 ORY

Im Frühling 2006 führte die damalige Neugründung und heutige ACMI-Spezialistin Hi Fly, welche erst wenige Wochen zuvor das AOC erhalten hatte, auch eigene Linienflüge durch, etwa nach Paris Orly. Eingesetzt wurden zu Beginn zwei A320-211 aus Air Luxor-Beständen, CS-TQG (Baunummer 22) sowie die abgebildete CS-TQH (Baunummer 23). Beide waren ursprünglich im November 1988 an Ansett Australia ausgeliefert worden. Wenige Monate nach dieser Aufnahme wurden die beiden A320 ausgemustert und verschrottet.

CS-TQH

c/n: 23

Francesco Frasa 11.5.2006 ORY

Ein typisches Bild aus Paris Orly für die 90er- sowie die Nullerjahre: Die B747-428 F-GITC beim Line-up auf die Piste 07, vom Parc Gaston Jankiewicz aus aufgenommen. Ähnliche Aufnahmen sind heute noch möglich, allerdings aufgrund eines höheren Zauns etwas eingeschränkt.

F-GITC

c/n: 25344

s/n: 889

Francesco Frasa 11.5.2006 ORY

In den Nullerjahren aktiv war der slowakisch-österreichische Lowcoster SkyEurope. Gestartet wurde 2002 mir Embraer 120, später kamen Boeing 737-300/-500/-700 dazu. In Orly waren diese täglich anzutreffen. Ende August 2009 musste Insolvenz angemeldet und der Betrieb eingestellt werden. Die abgebildete B737-5Y0 OM-SEG verbrachte von August 2005 bis Juli 2007 knappe zwei Jahre bei SkyEurope, nachdem sie zuvor ein Jahr bei der ungarischen Tochtergesellschaft SkyEurope Hungary als HA-LKP im Einsatz stand. Ausgeliefert wurde sie 1992 als TC-JDV an Turkish Airlines. Nach ihrer Zeit bei SkyEurope war sie lange in Russland bei Nordavia bzw. Smartavia unterwegs. Seit Dezember 2020 steht sie bei Dynamic Aviation in den USA im Einsatz, welche sie im Auftrag der Marine Spill Response Corporation betreibt.

OM-SEG

c/n: 25289

s/n: 2288

Francesco Frasa 11.5.2006 ORY

Nebst Fokkern betrieb Régional auch eine stattliche Anzahl an Embraer Regional Jets, neun kürzere ERJ-135 und 28 längere ERJ-145, darunter die ERJ-145MP F-GUBA, welche ursprünglich an den innerfranzösischen Konkurrenten Proteus Airlines ausgeliefert wurde. Mit der Integration von Proteus in Régional stiess der kleine Zweistrahler im März 2001 zur Flotte und verliess diese im April 2012. Im Anschluss stand er noch knapp vier Jahre bei Rotana Jet Aviation in den VAE im Einsatz, bevor er im März 2016 in Toulouse Francazal verschrottet wurde.

F-GUBA

c/n: 145398

s/n: 398

Francesco Frasa 8.5.2006 CDG

Die Boeing 747-446 JA8915 wurde Ende November 1998 an Japan Airlines ausgeliefert, war aber keine neun Jahre für Passagierflüge beim japanischen Flagcarrier im Einsatz, denn von November 2007 bis März 2008 wurde sie zum Frachter umgerüstet. Sie trägt hier im Anflug aus Paris-CDG die Bemalungsvariante, welche JAL wenige Jahre zuvor eingeführt hatte, später jedoch zugunsten der ursprünglichen Farbgebung wieder aufgab, sowie grosse Yokoso! Japan-Aufschriften, was im Land der aufgehenden Sonne "willkommen" bedeutet. Seit Dezember 2010 bis heute ist der Vierstrahler bei Kalitta Air als N745CK aktiv.

JA8915

c/n: 26361

s/n: 1188

Francesco Frasa 4.5.2006 CDG

Mit dem Airbus A320-211 F-GYAI entstand im Winter 2005/06 ein letztes Angebot von Point Afrique. Die von Air Méditerranée gemietete Maschine startete jeweils ab Basel-Mulhouse nach Marseille, von aus mit weiteren A321 derselben Airline die Passagiere nach Afrika verteilt wurden. Ab 2012 war der A320 unter griechischer Flagge bei Air Méditerranées Tochterunternehmen Hermes Airlines unterwegs, zuletzt bis Ende Sommer 2014. Seither befindet er sich in Hahn abgestellt.

Die Nullerjahre in der zivilen Luftfahrt zeichneten sich auch dadurch aus, dass überall Low-Cost-Carrier wie Pilze aus dem Boden schossen. Viele Mainlinecarrier versuchten, auf den Zug aufzuspringen und gründeten eigene Lowcost-Tochtergesellschaften. So auch Royal Air Maroc, welche im Sommer 2004 Atlas Blue lancierte und sie zunächst mit eigenen B737-400 und -500 austattete. Später wurden auch die vier A321-211 an Atlas Blue transferiert, wie die CN-ROF, welche vom Sommerflugplan 2006 bis Mitte Juni 2009 bei Lowcoster zum Einsatz kam. Ende Sommerflugplan 2009 wurde das "Experiment" beendet und Atlas Blue wieder in die Muttergesellschaft integriert.

Bild 1840 - 1849 (von 2420)