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Hinter der McDonnell Douglas DC-9-51 N669HA versteckt sich gleich in zweierlei Hinsicht ein spezielles Flugzeug und eine ehemalige alte Bekannte: Sie wurde im Dezember 1974 als Prototyp der DC-9-51 gebaut und von McDonnell Douglas als N54641 als Prototyp für die Musterzulassung genutzt, bevor sie im November 1975 als erste von zwölf bestellten Einheiten an Swissair ausgeliefert wurde, wo sie als HB-ISK bis zu ihrer Veräusserung im Oktober 1986 im Einsatz stand.
Felix Gasser 26.11.1991 KOA | |
Die erste Trägerin des Kennzeichens HB-IHF, das inzwischen einer Edelweiss Air A350-941 «gehört», war die Swissair DC-10-30 «Nidwalden», die von Januar 1975 bis Oktober 1991 im Schweizer Register eingetragen war. Nun wird ihre einstige Kennung als erstes bereits einmal vergebenes Kennzeichen für ein anderes Verkehrsflugzeug wiederverwertet, nachdem bisher nur Bizjets und Kleinflugzeuge von der neuen BAZL-Vergabepolitik «gebrauchter» Kennzeichen profitiert hatten. | |
1988 änderte Canafrica de Transportes Aereos ihren Namen in das prägnatere Air Sur um und modernisierte zugleich die Flotte mit neuen MD-80 und gebrauchten DC-9, darunter die von Evergreen International aus den USA angemietete DC-9-15CF EC-489. Ihr unübliches Ziffern-Kennzeichen ist eine provisorische Immatrikulation bis zum Abschluss der Verzollung, mit der die spanischen Behörden zeitweise mehrere Monate in Verzug waren. | |
Nach der Umregistrierung auf das frühere Kennzeichen HB-IFA fliegt die Aeroleasing DC-9-15 noch längere Zeit in den Grundfarben der Vorbesitzerin, aber mit unüblich grossen Aufschriften der Genfer VIP-Betreiberin ad-hoc Charter für Privatkunden und internationale Oranisationen wie die Vereinten Nationen. Sie flog aber auch Delegationen der Schweizer Behörden an weiter entfernte Ziele, etwa im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den im Jahr 1992 erfolgten Beitritt der Schweiz zum Internationalen Währungsfonds
Lukas Lusser 30.3.1990 ZRH | |
In der Grundbemalung der Express One und noch mit der entsprechenden US-Immatrikulation N120NE steht die einstige Swissair DC-9-15 im Sommer 1989 wieder in ihrer alten Heimat im Einsatz. Aeroleasing (Express One) | |
Auch SAS bestellte die DC-9, doch orderte sie explizit zwei Varianten, die speziell nach den Wünschen der SAS gebaut wurden. Die DC-9-21 wie die SE-DBP kombinierte den kurzen Rumpf der DC-9-10 mit den Tragflächen der DC-9-30, welche im Gegesatz zu den Tragflächen der kleinen Schwester über hier im Bild gut sichtbare Vorflügel verfügten. Nur zehn Einheiten des Musters wurden gebaut, da SAS die einzige Kundin blieb. Daneben bestellte SAS anstelle der DC-9-32 die um zwei Sitzreihen verlängerte DC-9-41 mit einer Kapazität für 125 Passagiere, die lediglich in einer Stückzahl von 71 Exemplaren gebaut wurde, davon 49 für SAS und 22 für TDA TOA Domestic Airlines, Japan.
Lukas Lusser 23.5.1989 ZRH | |
Erst mit dem Langstrecken-Muster DC-10 konnte der Hersteller McDonnell Douglas Lufthansa zu einem Kauf beim langjährigen Boeing-Konkurrenten überzeugen. Insgesamt elf Einheiten des Dreistrahlers bestellte Lufthansa, drei weitere orderte ihre Chartertochter Condor, wovon eine, die D-ADSO, später zur Mutter transferiert wurde. Die D-ADAO wurde als erste der bestellten DC-10-30 am 12. November 1973 ausgeliefert. Interessant ist, dass Lufthansa die Kennzeichen der DC-10 etwas gewöhnungsbedürftig auf dem zweitletzten Buchstaben durchdeklinierte, auf die D-ADAO folgte also die D-ADBO, dann die D-ADCO und so weiter. Auf eine D-ADIO verzichtete Lufthansa übrigens, wohl weil man eine makabere Assoziation mit dem italienischen «addio» befürchtete, obwohl das IO auch passend als «10» hätte interpretiert werden können. | |
Per Dezember 1987 gründete THY Turkish Airlines mit der BHT Bogaziçi Airlines eine eigene Chartertochter, die sie mit je zwei Boeing 707-300B, Boeing 727-200 Adv. und McDonnell Douglas DC-10-10 wie der TC-JAU aus ihren Beständen ausstattete. Nach nur fünfzehn Monaten Betrieb wurde BHT im Februar 1989 wieder in die Muttergesellschaft integriert, ebenso wie die Boeing 727 und die DC-10.
Lukas Lusser 22.5.1988 BSL | |
Der Besuch der Hawaiian Air Douglas DC-8-62H N8969U am Rhein/Main-Flughafen ist einem MAC-Charter für das US Militär geschuldet – mittlerweile ist auch das im Sommer zuvor nur halb bemalte Heck mit dem vollständigen Gesicht der Miss Hawaii 1964, Leina'ala Drummond, geschmückt. | |
Als zweites Flugzeug des Typs erwirbt Point Air kurz vor Weihnachten 1985 die DC-8-71 F-GMFM. Die einst für JAL Japan Airlines gebaute Maschine wurde 1982 als eine der ersten DC-8 Super Sixty im Auftrag ihres damaligen Besitzers ONA Overseas National Airlines auf moderne CFM56-Triebwerke umgerüstet und stand anschliessend als N917R im Einsatz. Die beim Umbau angebrachte neue Bemalung der ONA bliebals Grundbemalung bei Point Air erhalten und wurde später auch auf der DC-8-61 F-GDPS angebracht. |
