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Nach der Umregistrierung auf das frühere Kennzeichen HB-IFA fliegt die Aeroleasing DC-9-15 noch längere Zeit in den Grundfarben der Vorbesitzerin, aber mit unüblich grossen Aufschriften der Genfer VIP-Betreiberin ad-hoc Charter für Privatkunden und internationale Oranisationen wie die Vereinten Nationen. Sie flog aber auch Delegationen der Schweizer Behörden an weiter entfernte Ziele, etwa im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für den im Jahr 1992 erfolgten Beitritt der Schweiz zum Internationalen Währungsfonds
Lukas Lusser 30.3.1990 ZRH | |
In der Grundbemalung der Express One und noch mit der entsprechenden US-Immatrikulation N120NE steht die einstige Swissair DC-9-15 im Sommer 1989 wieder in ihrer alten Heimat im Einsatz. Aeroleasing (Express One) | |
Auch SAS bestellte die DC-9, doch orderte sie explizit zwei Varianten, die speziell nach den Wünschen der SAS gebaut wurden. Die DC-9-21 wie die SE-DBP kombinierte den kurzen Rumpf der DC-9-10 mit den Tragflächen der DC-9-30, welche im Gegesatz zu den Tragflächen der kleinen Schwester über hier im Bild gut sichtbare Vorflügel verfügten. Nur zehn Einheiten des Musters wurden gebaut, da SAS die einzige Kundin blieb. Daneben bestellte SAS anstelle der DC-9-32 die um zwei Sitzreihen verlängerte DC-9-41 mit einer Kapazität für 125 Passagiere, die lediglich in einer Stückzahl von 71 Exemplaren gebaut wurde, davon 49 für SAS und 22 für TDA TOA Domestic Airlines, Japan.
Lukas Lusser 23.5.1989 ZRH | |
Erst mit dem Langstrecken-Muster DC-10 konnte der Hersteller McDonnell Douglas Lufthansa zu einem Kauf beim langjährigen Boeing-Konkurrenten überzeugen. Insgesamt elf Einheiten des Dreistrahlers bestellte Lufthansa, drei weitere orderte ihre Chartertochter Condor, wovon eine, die D-ADSO, später zur Mutter transferiert wurde. Die D-ADAO wurde als erste der bestellten DC-10-30 am 12. November 1973 ausgeliefert. Interessant ist, dass Lufthansa die Kennzeichen der DC-10 etwas gewöhnungsbedürftig auf dem zweitletzten Buchstaben durchdeklinierte, auf die D-ADAO folgte also die D-ADBO, dann die D-ADCO und so weiter. Auf eine D-ADIO verzichtete Lufthansa übrigens, wohl weil man eine makabere Assoziation mit dem italienischen «addio» befürchtete, obwohl das IO auch passend als «10» hätte interpretiert werden können. | |
Der Besuch der Hawaiian Air Douglas DC-8-62H N8969U am Rhein/Main-Flughafen ist einem MAC-Charter für das US Militär geschuldet – mittlerweile ist auch das im Sommer zuvor nur halb bemalte Heck mit dem vollständigen Gesicht der Miss Hawaii 1964, Leina'ala Drummond, geschmückt. | |
Als zweites Flugzeug des Typs erwirbt Point Air kurz vor Weihnachten 1985 die DC-8-71 F-GMFM. Die einst für JAL Japan Airlines gebaute Maschine wurde 1982 als eine der ersten DC-8 Super Sixty im Auftrag ihres damaligen Besitzers ONA Overseas National Airlines auf moderne CFM56-Triebwerke umgerüstet und stand anschliessend als N917R im Einsatz. Die beim Umbau angebrachte neue Bemalung der ONA bliebals Grundbemalung bei Point Air erhalten und wurde später auch auf der DC-8-61 F-GDPS angebracht. | |
Die von Maurice Freund gegründete Point Air betrieb zwei «lange» DC-8: Die aus Capitol Airways Beständen übernommene DC-8-61 F-GDPS «Les Trois Voltas», die weiterhin mit den ursprünglichen Pratt & Whitney JT3D-3B-Triebwerken im Einsatz blieb, sowie die DC-8-71 F-GMFM «Région Réunion», die schon ihre Vorbesitzering Overseas National Airways mit leiseren CFM56-Triebwerken nachrüsten liess, was die Leistung des Flugzeugs deutlich verbesserte. Die weniger agile F-GDPS verliess im November 1987 als erste die Flotte, um bei Nationair Canada auf Charterflügen zu dienen. | |
Hawaiian-Bilder aus Europa lassen sich nur mit tiefem Graben im Archiv finden, und meist handelt es sich dabei um Truppenflüge im Auftrag des US Military Airlift Command. Im Sommer 1987 konnte man Hawaiian aber regelmässig in Zürich antreffen. Auf dem wöchentlichen US-Charterflug des Schweizer Reisebüros «Ferien Service» kam durchgehend die DC-8-62H N8969U der IAL International Air Lease/Batchelor Air Group (Miami) zum Einsatz, die an Hawaiian Air vermietet war, wobei leider das unbemalte Ersatzruder das Hecklogo verunstaltete. Der Flug landete jeweils am Samstag-Abend aus Miami kommend am Flughafen Kloten. Nach einem Nightstop mit Crew-Rest führte er am Sonntag-Vormittag zurück. | |
Hawaiian Air betrieb einige ihrer «kurzen Neuner» bis Ende der 1980er Jahre. Die DC-9-14 N930EA stiess sogar erst im Juni 1986 mietweise von Emerald Air zur Flotte und verliess sie Ende 1988 wieder mit der Rückgabe an ihren Besitzer.
Sammlung Andy Herzog 11.2.1987 HNL | |
Die KSSU-Mitglieder nutzten ab Ende der 1960er Jahre die McDonnell Douglas DC-9 auf ihren Europastrecken. Swissair und KLM übernahmen zunächst kurze DC-9-14 wie die PH-DNC, doch mehrheitlich nutzten sie anschliessend die verlängerte DC-9-32, die auch globale die grösste Verbreitung der verschiedenen klassischen DC-9 aufwies.
Lukas Lusser 15.6.1986 ZRH |
