Insgesamt elf Vickers Viscount 814, darunter die D-ANAD, flogen ab 1957 auf den Europastrecken der Lufthansa. 1975 wurde sie als SE-FOX an Skyline Sweden veräussert.
Neben den 24 Boeing 707 für das Langstreckennetz beschaffte sich Lufthansa auch acht Boeing 720-030B, eine für Mittelstrecken entwickelte, leichtere Schwester des Typs. Bei einem Zwischenstopp auf dem Rückflug aus Südamerika hat die D-ABOR in Zürich eine planmässige Zwischenlandung eingelegt.
Da die Boeing 720 primär für Transkontinentalflüge in den USA entwickelt worden war, verfügte auch die Lufthansa Boeing 720-030B D-ABOR über weniger Redundanzen als die für lange Überwasserflüge konzipierte Boeing 707: So waren beispielsweise nur zwei der vier Triebwerke mit einem Generator für die Bordstromerzeugung ausgerüstet, während bei der Boeing 707 drei dieser Geräte installiert waren, erkennbar am bis zum Einlass vorgezogenen, gerundeten Gehäuse der Aufhängung der beiden inneren Triebwerke, das Frischluft zur Kühlung des Generators zapfte.
Eine weitere Bemalungsvariante zeigt sich auf der Boeing 707-330B D-ABOX, die den vereinfachten blauen Kabinenstreifen mit den ursprünglichen, mittig angebrachten Aufschriften und dem Logo der 1950er Jahre kombiniert.
Bei der Douglas DC-8-51 N8008D handelt es sich gleich in zweierlei Hinsicht um eine besondere Rarität. Zum einen stellte die einzelne, über den Sommer 1965 von ONA Overseas National Airlines angemietete und voll bemalte DC-8 einen Exoten in der ansonsten ganz auf Boeing-Jets ausgerichteten Lufthansa-Flotte des frühen Jetzeitalters dar. Zum anderen handelt es sich bei ihr um den immer noch die ursprüngliche Kennung des Herstellers tragenden, ersten Prototypen der DC-8, der nach Abschluss der Zulassung der modifizierten Version -51 an kommerzielle Betreiber verkauft wurde.
Die eleganten Langstreckenflugzeuge des US Herstellers Lockheed ermöglichten Lufthansa in der Nachkriegszeit den Aufbau eines interkontinentalen Netzwerks. Insgesamt zehn Lockheed L-1049G «Super Constellation» und vier grössere, aber auch problemanfälligere Lockheed L-1649A «Starliner» flogen für den Kranich. Die 1955 gebaute L-1049G «Super Constellation» D-ALEM wurde nach dem Eintreffen der ersten Boeing-Jets von den prestigeträchtigen Langstreckenrouten verdrängt und stand noch bis 1967 auf Europastrecken im Einsatz, anschliessend wurde sie nach nur zwölfjähriger Einsatzzeit verschrottet. Bei der heute am Besucherpark des Flughafens München ausgestellten «Super Constellation» mit dem selben Kennzeichen D-ALEM handelt es sich um eine ehemalige Air France «Connie», die zuletzt bei Air Fret flog und anschliessend in Düsseldorf, Frankfurt und nun München als Ausstellungsstück hergerichtet wurde.
Lufthansa setzte ihre eingemietete DC-8-51 N8008D hauptsächlich auf der Verbindung zwischen Frankfurt und New York-Idlewild, dem heutigen Flughafen JFK, ein. Zu bestaunen ist sie hier von der ehemaligen Besucherterrasse des International Wing, die bis gegen Ende der 1970er Jahre gute Aussicht auf den abwechslungsreichen Flugverkehr bot.
Auf dem Weg zum Warm-Up an der Pistenschwelle 28 passiert die knapp zehn Jahre alte Lufthansa Lockheed L-1049G Super Constellation D-ALEM die bei Fotografen beliebte Wiese am Ort des heutigen Frachthofs Ost am Flughafen Kloten. Bereits 1967 wird der elegante Prop abgebrochen, vom rasch heraufziehenden Jet-Zeitalter verdrängt und überflüssig gemacht.
Im Gegensatz zu ihren Schwestern hat die Lufthansa L-1049G Super Constellation D-ALIN, die 1955 den Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Moskau flog, bis heute überlebt. Sie ist in der Flugzeugausstellung P. Junior in Hermeskeil erhalten geblieben und kann dort von Innen und Aussen besichtigt werden.
Die 1964 gebaute Lufthansa Boeing 707-330B D-ABOT ging am 20. Dezember 1973 bei einer Bruchlandung am Flughafen Delhi-Indira Gandhi verloren, glücklicherweise ohne Verlust an Menschenleben.