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Als der Airbus A320-111 F-GGEA der Air Inter im Sommer 1988 in den Linienbetrieb geht, zweifeln manche Analysten noch am Erfolg des Airbus-Kurzstreckenmusters. Wer damals bereits die Fachliteratur verfolgte, erinnert sich vielleicht an Stimmen, die Airbus bessere Chancen bei einem Verbleib im Markt für Grossraum- und Langstreckenflugzeuge ausrechneten als mit dem Wagnis, den etablierten Konkurrenten Boeing und McDonnell Douglas mit einem hochriskanten Projekt wie dem A320 Konkurrenz zu machen. Nun ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Zwar wurden nur gerade 31 Einheiten des Urmodells Airbus A320-100 gebaut - leicht erkennbar an den fehlenden «Wing Fences» an den Tragflächenspitzen, darunter die Baunummer 010 F-GGEA. Das verbesserte Muster A320-200 schaffte anschliessend aber einen spektakulären Durchbruch auf dem Weltmarkt und machte aus dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen globalen Hersteller mit Werken in Europa, den USA und Asien sowie Zulieferern aus aller Welt.

ZAS Zarkani Air Services ging 1982 als reine Frachtfluggesellschaft an den Start. Ab 1985 stieg sie unter der Marke ZAS Airline of Egypt auch in das Passagiergeschäft ein, wofür sie zunächst ihre Boeing 707-Frachter bedarfsweise in Passagierkonfiguration umrüstete, bevor sie sich MD-83 und Airbus A300 beschaffte. Angeboten wurden auch Sublease-Dienste. Hier etwa führt die Boeing 707-328C SU-DAB den Nachmittagsflug AE898 der britischen Air Europe aus London Gatwick durch.

SU-DAB

c/n: 19521

s/n: 584

Lukas Lusser 9.7.1988 ZRH

In den Jahren 1987/88 mietete Loganair kurzzeitig zwei Fokker 27 Friendship von der in Stansted beheimateten Air UK an, darunter die G-BAKL.

G-BAKL

c/n: 10293

Lukas Lusser 21.6.1988 EDI

Die DHC-6-310 G-BIEM zeigt sich in den ursprünglichen Farben der Loganair, wie sie 1981 ausgeliefert wurde.

Nicht weniger als 18 verschiedene Short 360-100 wie die G-BLGB dienten ab Mitte der 1980er und bis weit in die 1990er Jahre zeitweise bei Loganair, was die schottische Airline zu einem der grössten Nutzer des liebevoll auch «Shoebox» (Schuhschachtel) genannten Commuterflugzeugs mit seiner rechteckigen und somit auch besonders geräumigen Kabine machte.

G-BLGB

c/n: SH.3641

Lukas Lusser 21.6.1988 EDI

Die im Januar 1988 ausgelieferte, fast noch werksneue Dassault Falcon 10MER «129» der Aéronavale präsentiert sich im Sommer 1988 an einer Luftfahrtschau in Südengland den Zuschauern. Sie steht auch heute noch im Dienst der französischen Marineflieger.

Per Dezember 1987 gründete THY Turkish Airlines mit der BHT Bogaziçi Airlines eine eigene Chartertochter, die sie mit je zwei Boeing 707-300B, Boeing 727-200 Adv. und McDonnell Douglas DC-10-10 wie der TC-JAU aus ihren Beständen ausstattete. Nach nur fünfzehn Monaten Betrieb wurde BHT im Februar 1989 wieder in die Muttergesellschaft integriert, ebenso wie die Boeing 727 und die DC-10.

Der Besuch der Hawaiian Air Douglas DC-8-62H N8969U am Rhein/Main-Flughafen ist einem MAC-Charter für das US Militär geschuldet – mittlerweile ist auch das im Sommer zuvor nur halb bemalte Heck mit dem vollständigen Gesicht der Miss Hawaii 1964, Leina'ala Drummond, geschmückt.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 15.5.1988 FRA

Als erste von insgesamt 46 Boeing 737-300 erhielt Lufthansa am 16. August 1986 die Boeing 737-330 D-ABXA «Giessen» ausgeliefert. Sie wurde 1993 zur Boeing 737QC (Quick Change) umgebaut, um nachts für Postflüge genutzt zu werden.

D-ABXA

c/n: 23522

s/n: 1246

Lukas Lusser 12.5.1988 FRA

Die Boeing 747-230B D-ABYP wurde im März 1979 an Lufthansa geliefert und bis November 2001 im Passagierdienst genutzt. Anschliessend wurde sie von Southern Air als Ersatzteilspender erworben und in Marana, Arizona, abgebrochen.

D-ABYP

c/n: 21590

s/n: 348

Lukas Lusser 12.5.1988 FRA
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