Die heutige Air Corsica nannte sich im März 2006 noch CCM Airlines, wobei CCM für Compagnie Corse Méditerranée stand. Damals wie heute stellte sie die Anbindung an die französische Mittelmeerinsel Korsika auf dem Luftweg sicher. Nebst mehreren ATR wurden zu diesem Zweck auch zwei A320-214 betrieben, welche praktisch täglich auf der Rennerstrecke nach Paris Orly zum Einsatz kamen. Auch hinter der abgebildeten F-GYFL verbirgt sich ein kleines Stück schweizer Luftfahrtgeschichte, wurde der Zweistrahler doch im September 1995 als HB-IJC an Swissair ausgeliefert. Heute steht er übrigens am Flughafen Hahn als Übungsflugzeug mit der fiktiven Registration D-ABWH.
Im Dezember 2005 ausgeliefert und somit zum Zeitpunkt dieser Aufnahme brandneu war damals der Airbus A330-243 SU-GCJ von Egypt Air. Die Bemalung mit dem Horus auf blauem Grund wurde wenige Jahre zuvor eingeführt, entpuppte sich aber als relativ unbeliebt und wurde Anfang der 10er-Jahre bereits wieder durch die heute aktuelle Bemalung abgelöst. Die SU-GCJ wurde übrigens 2019 zum Frachter umgebaut und steht seither als solcher bei Egypt Air Cargo im Einsatz.
Im Januar 2006 waren die Airbus A340-642 von Thai Airways Stammgäste in Zürich. Hier zeigt sich die HS-TNA beim Start von der Piste 16. Wegen einer Umleitung aus Mailand-Malpensa waren an diesem Tag sogar zwei dieser elegant bemalten Maschinen in Kloten zu sehen. Nach jahrelanger Abstellung in Rayong/U-Tapao sowie später im chinesischen Taiyuan soll die Maschine nun an einen dubiosen Carrier in Malawi verkauft werden.
Am 16. Oktober 1989 lieferte Airbus Industrie mit der D-AIPA «Buxtehude» den ersten von inzwischen über 140 A320 an Lufthansa aus. Am 29. Mai 2019 führte sie ihren letzten kommerziellen Flug für den Kranich durch, als sie von Brüssel nach Frankfurt zurückkehrte. Mit 71'400 Flugstunden und 56'982 Landungen wurde sie anschliessend in Sofia abgebrochen. Hier startet die Urahnin der LH-A320-Familie mit der kürzlich für die bevorstehende Fussball-WM 2006 angebrachten «Fussball-Nase» zum Rückflug von Zürich nach Frankfurt.
HB-IQZ, Airbus A330-243, Erstflug am 8.11.00 als F-WWKG, ausgeliefert an Edelweiss am 17.11.00 als HB-IQZ, retourniert an CIT Leasing und ausgeliefert an Air Transat am 18.11.10 als C-GTSN, weitervermietet an XL Airways France vom 17.12.10 bis 9.5.11 als C-GTSN, weitervermietet an Garuda Indonesia vom 29.9.11 bis 11.12.11 als C-GTSN, weitervermietet an XL Airways France vom 16.12.11 bis 1.5.12 als C-GTSN, weitervermietet an Travel Service Polen vom 1.11.16 bis 1.4.17 als C-GTSN, letzter Einsatz am 31.8.20, retourniert an Avolon Aerospace am 10.2.21, abgestellt in Hondo South Texas (USA), abgebrochen und gelöscht am 19.1.23.
Als der Airbus A340-313 HB-JMH der Swiss an einem kalten Winternachmittag von der Zürcher Piste 16 abhebt, ist er noch kein Jahr alt. Am 28 April 2004 wurde er noch in der ursprünglichen, vom Designer Tyler Brulé gestalteten Bemalung mit kleinen Titeln und viersprachigen «Schweiz»-Aufschriften auf Rumpf und Triebwerken in Dienst gestellt.
Auch Swiss International Air Lines versuchte sich für kurze Zeit als Player im Chartermarkt. Für die eigens gegründete Marke Swiss Sun wurden drei Airbus A320-214 HB-IJU, IJV und IJW nachbestellt und während zwei Jahren zu Ferienzielen betrieben. Mit dem Einstieg der Swiss bei Edelweiss erübrigte sich der eigenständige Betrieb einer Urlaubsmarke.
Nach der Fusion mit der Skandinavischen Premiair trat die frühere Airtours International ab 2002 unter der neugeschaffenen Marke MyTravel Airlines auf. Zugleich wurde eine auffällige Bemalung in orange und blau eingeführt, wie sie hier der Airbus A320-231 G-CRPH zeigt.
Mit zunächst zwei Airbus A330-243 wie der G-OJMB, später dann aber insgesamt 16 teilweise nur saisonal zugemieteten Airbus A330 modernisierte die britische Thomas Cook Airlines ihre Langstreckenflotte.
Die 1979 gegründete Aero Lloyd ersetzte ihre 22 Einheiten starke MD-80-Flotte ab 1996 mit bis zu 24 Airbus A320 und A321, darunter der Airbus A321-232 D-ALAC. Trotz der effizienteren Flugzeuge geriet die Airline auf dem von Überkapazitäten geprägten Urlaubsmarkt zunehmend in Schieflage. Als der Hauptaktionär Bayerische Landesbank im Oktober 2003 einen erneuten Kredit verweigerte, musste Aero Lloyd den Betrieb schlagartig einstellen.