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Im Sommer 2008 war die Besucherterrasse neben dem Flughafenbahnhof in Düsseldorf noch täglich geöffnet. Von dort aus gelang diese Aufnahme des Airbus A321-211 D-ALSD der LTU, der zuvor auf der Piste 05L gelandet war und nun zu seinem Standplatz rollt.

Zwei Airbus A321-211 betrieb CSA Czech Airlines von 2005 bis 2013, hier die OK-CEC bei einem Einsatz zur EURO 2008 in Basel.

In der Sommersaison 2007 flog die Swiss ab Basel-Mulhouse ein Vollcharterprogramm mit Airbus A321. Hier ist der A321-111 HB-IOH bei der Ankunft auf der damaligen Piste 16 (heute 15) zu sehen. 

Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaften 2006 in Deutschland erhielten einige Lufthansa-Flugzeuge eine passende «Fussball-Nase», so auch der Airbus A321-231 D-AISD

D-AISD

c/n: 1188

Lukas Lusser 23.8.2006 ZRH

Ein Jahrzehnt lang, nämlich von November 2003 bis Dezember 2013, betrieb Royal Air Maroc auch A321-211 in der Flotte. Insgesamt vier Einheiten davon kamen bei RAM zum Einsatz, darunter die CN-RNY. Bei der - im Gegensatz zu den B737-800, von welchen der marokkanische Flagcarrier bis heute über 30 Einheiten eingesetzt hat - vergleichsweise kleinen Anzahl waren sie entsprechend selten anzutreffen, die höchsten Chanchen ausserhalb Marokkos bestanden dabei wohl in Paris Orly. Alle vier Stück gingen anschliessend an S7 Airlines, wo sie noch heute aktiv sind.

CN-RNY

c/n: 2076

Francesco Frasa 11.5.2006 ORY

Die Nullerjahre in der zivilen Luftfahrt zeichneten sich auch dadurch aus, dass überall Low-Cost-Carrier wie Pilze aus dem Boden schossen. Viele Mainlinecarrier versuchten, auf den Zug aufzuspringen und gründeten eigene Lowcost-Tochtergesellschaften. So auch Royal Air Maroc, welche im Sommer 2004 Atlas Blue lancierte und sie zunächst mit eigenen B737-400 und -500 austattete. Später wurden auch die vier A321-211 an Atlas Blue transferiert, wie die CN-ROF, welche vom Sommerflugplan 2006 bis Mitte Juni 2009 bei Lowcoster zum Einsatz kam. Ende Sommerflugplan 2009 wurde das "Experiment" beendet und Atlas Blue wieder in die Muttergesellschaft integriert.

Eine traditionsreiche Marke in der französischen Luftfahrt war zweifellos die im Spätsommer 2019 verschwundene Aigle Azur. Bereits 1946 zum ersten Mal gegründet und 1955 an UAT (Vorgängerin von UTA) veräussert, erfolgt 1970 eine Neugründung unter dem Namen Lucas Air Transport, später Lucas Aigle Azur. Ab 2001 nennt sich die Airline nur noch Aigle Azur und konzentriert sich zunehmend auf den Verkehr zwischen Frankreich und Algerien, wobei sie auch vom Wegfall der zuvor stark in diesem Markt operierenden Khalifa Airways profitiert. Nebenbei werden auch weitere internationale Ziele bedient. Zur Flotte gehört im Frühling 2006 auch der aus Beständen von MyTravel Airways übernommene Airbus A321-211 F-GUAA. Er bleibt bis im Frühjahr 2014 bei Aigle Azur, daraufhin folgen als weitere Stationen AtlasGlobal (TC-ATY), Small Planet Germany (D-ASPD) und Air Moldova (ER-AXR), bevor er ab Frühjahr 2023 zum Frachter umgebaut wird und im Herbst 2025 zu FlyCAA nach Kongo Kinshasa ausgeliefert wird, wo er als 9S-AJM eingesetzt wird.

Air Méditerranée, 1997 zunächst als Air Midi Bigorre an den Start gegangen, um Pilgerflüge nach Lourdes anzubieten, war Mitte der Nullerjahre ebenfalls im umkämpften französischen Ferienflugmarkt aktiv. Sie betrieb unter anderem sieben Airbus A321, darunter der A321-111 F-GYAO. Dieser dürfte manch einem langjährigen schweizer Aviatikfreund gut bekannt sein, wurde er doch im Januar 1997 als HB-IOG an Swissair ausgeliefert. Nachdem sich für ihn kein Platz in der Flotte des 26/26-Phönix-Projekts, welcher zur Swiss International Airlines führte, fand, gelangte er im Juli 2002 zur französischen Airline.

Die 1979 gegründete Aero Lloyd ersetzte ihre 22 Einheiten starke MD-80-Flotte ab 1996 mit bis zu 24 Airbus A320 und A321, darunter der Airbus A321-232 D-ALAC. Trotz der effizienteren Flugzeuge geriet die Airline auf dem von Überkapazitäten geprägten Urlaubsmarkt zunehmend in Schieflage. Als der Hauptaktionär Bayerische Landesbank im Oktober 2003 einen erneuten Kredit verweigerte, musste Aero Lloyd den Betrieb schlagartig einstellen.

In der Schweiz beginnt die Geschichte der A320-Familie am 17. Januar 1995 mit der Auslieferung des ersten Airbus A321-111 HB-IOA an Swissair. Total nutzte sie bis zu ihrem Grounding im Oktober 2001 neun A319, zwanzig A320 und neun A321, wovon 26 Exemplare anschliessend von der Nachfolgerin Swiss International Air Lines übernommen wurden. Einzelne dieser Jets stehen heute noch im Plandienst, nicht zuletzt dank der durch die Probleme des Pratt&Whitney PW1100 GTF-Triebwerks verursachten Lieferverzögerungen bei den bestellten A320neo und A321neo.

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