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Im März 1991 an Ansett ausgeliefert, gelangte der Airbus A320-211 mit Baunummer 157 2003 über Umwege zu Nouvelair Tunisie, welche ihn sogleich an Afriqiyah Airways weiter vermietete. Im September 2006, wenige Monate nach dieser Aufnahme, gab die libysche Airline den Zweistrahler zurück nach Tunesien, dieser wurde dort jedoch gar nicht mehr eingesetzt, sondern an Ural Airlines nach Russland veräussert. Als VP-BQZ stand er dort noch bis Februar 2015 im Einsatz und wurde anschliessend in Lourdes verschrottet.

Die ersten 21 gebauten Airbus A320, ausgeliefert zwischen Februar 1988 und Dezember 1989, unterschieden sich von ihren Nachfolgemodellen äusserlich lediglich durch die fehlenden Wingtips. Sie waren zudem mit kleineren Treibstofftanks ausgestattet und ihr maximales Abfluggewicht lag tiefer. Von dieser so genannten A320-100-Version übernahm Air France acht Stück. Fünf Einheiten sicherte sich British Airways, welche noch auf eine Bestellung der zwischenzeitlich integrierten British Caledonian Airways zurückgingen. Die weiteren sieben Exemplare (mit Ausnahme des Prototyps mit Baunummer 1, welcher bei Airbus blieb) gingen an Air Inter, darunter auch der A320-111 F-GGEB. Als Air Inter 1997 in Air France aufging, kamen diese, abzüglich der bei einem Unglück in den Vogesen verlorenen F-GGED, ebenfalls in Besitz von Air France.

Die heutige Air Corsica nannte sich im März 2006 noch CCM Airlines, wobei CCM für Compagnie Corse Méditerranée stand. Damals wie heute stellte sie die Anbindung an die französische Mittelmeerinsel Korsika auf dem Luftweg sicher. Nebst mehreren ATR wurden zu diesem Zweck auch zwei A320-214 betrieben, welche praktisch täglich auf der Rennerstrecke nach Paris Orly zum Einsatz kamen. Auch hinter der abgebildeten F-GYFL verbirgt sich ein kleines Stück schweizer Luftfahrtgeschichte, wurde der Zweistrahler doch im September 1995 als HB-IJC an Swissair ausgeliefert. Heute steht er übrigens am Flughafen Hahn als Übungsflugzeug mit der fiktiven Registration D-ABWH.

F-GYFL

c/n: 548

Francesco Frasa 10.2.2006 ORY

Am 16. Oktober 1989 lieferte Airbus Industrie mit der D-AIPA «Buxtehude» den ersten von inzwischen über 140 A320 an Lufthansa aus. Am 29. Mai 2019 führte sie ihren letzten kommerziellen Flug für den Kranich durch, als sie von Brüssel nach Frankfurt zurückkehrte. Mit 71'400 Flugstunden und 56'982 Landungen wurde sie anschliessend in Sofia abgebrochen. Hier startet die Urahnin der LH-A320-Familie mit der kürzlich für die bevorstehende Fussball-WM 2006 angebrachten «Fussball-Nase» zum Rückflug von Zürich nach Frankfurt.

D-AIPA

c/n: 069

Lukas Lusser 25.11.2005 ZRH

Auch Swiss International Air Lines versuchte sich für kurze Zeit als Player im Chartermarkt. Für die eigens gegründete Marke Swiss Sun wurden drei Airbus A320-214 HB-IJU, IJV und IJW nachbestellt und während zwei Jahren zu Ferienzielen betrieben. Mit dem Einstieg der Swiss bei Edelweiss erübrigte sich der eigenständige Betrieb einer Urlaubsmarke.

Nach der Fusion mit der Skandinavischen Premiair trat die frühere Airtours International ab 2002 unter der neugeschaffenen Marke MyTravel Airlines auf. Zugleich wurde eine auffällige Bemalung in orange und blau eingeführt, wie sie hier der Airbus A320-231 G-CRPH zeigt.

Auch die Virgin-Gruppe stieg ab 1999 ins vermeintlich lukrative Feriencharter-Geschäft ein, indem sie die Tochter Virgin Sun lancierte. Mit drei A320-214 wie der G-VKID «Sundance Kid» und zwei A321-211 flog sie ab London Gatwick und Manchester Ringway nach Griechenland und Spanien. Angesichts der starken Konkurrenz wurde Virgin Sun schon im Herbst 2001 wieder aufgelöst.

Iberworld wurde 1998 durch die Iberostar-Gruppe als Auffanggesellschaft der kurzlebigen BCM Airlines gegründet. Neben Airbus A320-231 wie der EC-GUR kamen auch Airbus A310-300 zum Einsatz. Nachdem die Orizonia-Gruppe das Unternehmen übernahm, erfolgte 2011 die Umbenennung zu Orbest Airlines, unter der sie bis heute im ACMI-Bereich tätig ist.

In ihrer ursprünglichen Edelweiss-Bemalungsvariante, in der sie drei Wochen vor Entstehen dieser Aufnahme am 25.6.99 an die Ferienfluglinie ausgeliefert worden ist, präsentiert sich die werksneue A320-214 HB-IHZ den Gästen auf der Zuschauerterrasse des Fingerdocks B.

Der Airbus A320-214 9A-CTF wurde im Mai 1997 in der ursprünglichen Bemalung der Croatia Airlines ausgeliefert. Ursprünglich hätte er an die zwischenzeitlich in Air France integrierte Inlandfluglinie Air Inter ausgeliefert werden sollen. Stattdessen wurde er zunächst für ein Jahr an Sudan Airlines vermietet, bevor er als erste Einheit von insgesamt fünf Airbus A320 zu Croatia Airlines stiess.

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