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Im Sommerflugplan 1996 wechselte Gulf Air das eingesetzte Fluggerät auf ihrer zweimal wöchentlich angebotenen Verbindung nach Zürich aufgrund der wachsenden Konkurrenz durch Emirates von der Boeing 767-300ER auf die kleineren Airbus A320-212 wie die A4O-EI. Für die A320ceo stellte der Flug von Mitteleuropa in die Golfregion eine echte Herausforderung dar, die nur mit einer Kapazitätsbeschränkung zu bewältigen war. So verwundert es nicht, dass die Verbindung zum Ende der entsprechenden Flugplanperiode ganz eingestellt wurde.

Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: Der Airbus A320-212 der Northwest Airlines, hier die 1992 gebaute N338NW, wurden bereits in der neuen Bemalung mit dem roten Kabinendach ausgeliefert. Die N338NW fliegt übrigens als eine der ältesten A320 weltweit auch Ende 2024 noch. Sie steht bei Delta Airlines im Dienst, seit diese Northwest Airlines im Jahr 2010 übernommen hat.

Backtrack - Sylvester 1993 in Las Vegas-McCarran, der Mainline-Mix: America West war einer der frühesten A320-Nutzer in den USA, wobei die ersten Einheiten eigentlich für die in Konkurs gegangene Braniff Airline vorgesehen waren, so auch die A320-231 N632AW, mit Baunummer 081 ein sehr frühes Kind der A320-Familie.

Bis zum flächendeckenden Anschluss aller französischen Regionen an das TGV-Hochgeschwindigkeitnetz der französischen Bahn sorgt Air Inter mit einem dichten Inland-Flugnetz für den Anschluss nach Paris. In den letzten Jahren vor ihrer Integration in Air France und der Einstellung zahlreicher Inlandrouten modernisiert Air Inter ihre Flotte noch mit Jets der A320-Familie wie dem Airbus A320-211 F-GJVF.

Das einzige Motiv vom Bündelitag 1993, das mehr als 30 Jahre später in beinahe gleicher Form noch angetroffen werden kann, zeigt sich in Form des Airbus A320-211 TS-IMD der Tunisair. Zwar ist der genannte Airbus mit Baujahr 1991 seit Januar 2019 an seiner Heimatbasis abgestellt, doch betreibt die nordafrikanische Airline nach wie vor acht A320ceo in einer unveränderten Bemalung.

Cyprus Airways gehörte zu den ersten Betreibern des frisch auf dem Markt erschienenen Airbus A320. Sie war gar die erste Airline, die mit dem VAE2500-Triebwerk ausgerüstete A320-231 nach Zürich brachte, hier die 5B-DAW, während Air France, British Airways und Lufthansa bereits einige mit CFM56-Triebwerken ausgestattete A320-211 betrieben und diese sporadisch nach Zürich einsetzten.

Dass British Airways zu den ersten Nutzern des Airbus A320 gehörte, lag nicht etwa daran, dass die Boeing-fokussierte globale Fluglinie Grossbritanniens das Potenzial des Musters selbst erkannt hätte, sondern an einer Fusion innerhalb des Vereinigten Königreichs. Als British Airways anfangs 1988 die Konkurrentin BCAL British Caledonian übernahm, erbte sie auch deren Bestellung für zehn A320 aus früher Produktion. Die G-BUSC mit Baunummer 008 war das zweite Flugzeug aus diesem Auftrag (eine G-BUSA gab es nie), und sie hatte im Werk sogar noch die vollen Farben der BCAL erhalten, bevor sie noch vor ihrer Auslieferung in das Design der British Airways umbemalt und am 3. Juni 1988 direkt an BA ausgeliefert wurde.

Mit einer Bestellung von 100 Airbus A320 sorgte Northwest Airlines im Herbst 1986 für Aufsehen, zeichnete sich doch erstmals ab, dass es Airbus Industrie durchaus gelingen könnte, für die bisherigen führenden Anbieter im Markt für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge mit Standardrumpf, Boeing und McDonnell Douglas, zur ernst zu nehmenden Konkurrenz zu werden. Waren zunächst nur zehn dieser 100 Bestellungen feste Order, übernahm Northwest in der Folge schliesslich sogar 155 Flugzeuge der A320-Familie, teilweise allerdings gewandelt zum kleineren Muster A319: Insgesamt 77 A319 und 78 A320 erhielten das rot/graue Farbkleid der Airline aus Minneapolis. Die N301US mit Baunummer 031 wurde als erstes Airbus-Flugzeug bei Northwest am 6. Juni 1989 übergeben.

Als der Airbus A320-111 F-GGEA der Air Inter im Sommer 1988 in den Linienbetrieb geht, zweifeln manche Analysten noch am Erfolg des Airbus-Kurzstreckenmusters. Wer damals bereits die Fachliteratur verfolgte, erinnert sich vielleicht an Stimmen, die Airbus bessere Chancen bei einem Verbleib im Markt für Grossraum- und Langstreckenflugzeuge ausrechneten als mit dem Wagnis, den etablierten Konkurrenten Boeing und McDonnell Douglas mit einem hochriskanten Projekt wie dem A320 Konkurrenz zu machen. Nun ja, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Zwar wurden nur gerade 31 Einheiten des Urmodells Airbus A320-100 gebaut - leicht erkennbar an den fehlenden «Wing Fences» an den Tragflächenspitzen, darunter die Baunummer 010 F-GGEA. Das verbesserte Muster A320-200 schaffte anschliessend aber einen spektakulären Durchbruch auf dem Weltmarkt und machte aus dem europäischen Flugzeugbauer Airbus einen globalen Hersteller mit Werken in Europa, den USA und Asien sowie Zulieferern aus aller Welt.

Mit Stand Juni 2025 tragen zwei der 14 Airbus A320-214 der Edelweiss Air die modifizierte Bemalung mit dem leicht geschwungenen roten Flächen. Neben der HB-JJL wurde auch die HB-JJK noch vor Beginn der intensiven Sommersaison umbemalt.

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