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Nebst Fokkern betrieb Régional auch eine stattliche Anzahl an Embraer Regional Jets, neun kürzere ERJ-135 und 28 längere ERJ-145, darunter die ERJ-145MP F-GUBA, welche ursprünglich an den innerfranzösischen Konkurrenten Proteus Airlines ausgeliefert wurde. Mit der Integration von Proteus in Régional stiess der kleine Zweistrahler im März 2001 zur Flotte und verliess diese im April 2012. Im Anschluss stand er noch knapp vier Jahre bei Rotana Jet Aviation in den VAE im Einsatz, bevor er im März 2016 in Toulouse Francazal verschrottet wurde.

F-GUBA

c/n: 145398

s/n: 398

Francesco Frasa 8.5.2006 CDG

Die Boeing 747-446 JA8915 wurde Ende November 1998 an Japan Airlines ausgeliefert, war aber keine neun Jahre für Passagierflüge beim japanischen Flagcarrier im Einsatz, denn von November 2007 bis März 2008 wurde sie zum Frachter umgerüstet. Sie trägt hier im Anflug aus Paris-CDG die Bemalungsvariante, welche JAL wenige Jahre zuvor eingeführt hatte, später jedoch zugunsten der ursprünglichen Farbgebung wieder aufgab, sowie grosse Yokoso! Japan-Aufschriften, was im Land der aufgehenden Sonne "willkommen" bedeutet. Seit Dezember 2010 bis heute ist der Vierstrahler bei Kalitta Air als N745CK aktiv.

JA8915

c/n: 26361

s/n: 1188

Francesco Frasa 4.5.2006 CDG

Mit dem Airbus A320-211 F-GYAI entstand im Winter 2005/06 ein letztes Angebot von Point Afrique. Die von Air Méditerranée gemietete Maschine startete jeweils ab Basel-Mulhouse nach Marseille, von aus mit weiteren A321 derselben Airline die Passagiere nach Afrika verteilt wurden. Ab 2012 war der A320 unter griechischer Flagge bei Air Méditerranées Tochterunternehmen Hermes Airlines unterwegs, zuletzt bis Ende Sommer 2014. Seither befindet er sich in Hahn abgestellt.

Die Nullerjahre in der zivilen Luftfahrt zeichneten sich auch dadurch aus, dass überall Low-Cost-Carrier wie Pilze aus dem Boden schossen. Viele Mainlinecarrier versuchten, auf den Zug aufzuspringen und gründeten eigene Lowcost-Tochtergesellschaften. So auch Royal Air Maroc, welche im Sommer 2004 Atlas Blue lancierte und sie zunächst mit eigenen B737-400 und -500 austattete. Später wurden auch die vier A321-211 an Atlas Blue transferiert, wie die CN-ROF, welche vom Sommerflugplan 2006 bis Mitte Juni 2009 bei Lowcoster zum Einsatz kam. Ende Sommerflugplan 2009 wurde das "Experiment" beendet und Atlas Blue wieder in die Muttergesellschaft integriert.

Als Konkurrenz im Lowcost-Bereich zur Royal Air Maroc und dessen Tochter Atlas Blue lancierte der Reisekonzern TUI 2005 in Kooperation mit marokkanischen Investoren die Billigfluglinie Jet4you. Mit der B737-4B3 CN-RPB wurde im Februar 2006 der Betrieb aufgenommen. Insgesamt vier B737-400 und drei B737-800 waren Teil der Flotte. Später übernahm TUI 100% der Anteile und integrierte Jet4you im Frühjahr 2012 in Jetairfly, heute TUI Airlines Belgium. Die CN-RPB kam danach nach Kanada zu Flair Airlines als C-FLEJ. 2020 wurde sie zum Frachter umgebaut und von der isländischen Bluebird Cargo als TF-BBN eingesetzt. Seit Mai 2024 ist sie jedoch im kanadischen Hamilton abgestellt.

CN-RPB

c/n: 24751

s/n: 2107

Francesco Frasa 7.4.2006 ORY

Bei TAP fanden Mitte der Nullerjahre gleich zwei Umbrüche statt. Einerseits standen die seit Ende der 80er Jahre eingesetzten A310 kurz vor der Ausflottung, andererseits wurde die 1979 eingeführte Bemalung mit dem "tap"-Schriftzug in Kleinbuchstaben im Heck und dem dicken roten und dem dünnen grünen Streifen über die gesamte Rumpflänge abgelöst durch die bis heute bestehende Bemalung mit Grossbuchstaben in grün und rot. Der A310-304 CS-TEW zeigte sich im April 2006 noch in der alten Bemalung im Anflug auf Orly. Die neue Farbgebung erhielt er nicht mehr. Gut eineinhalb Jahre später verliess er die Flotte und diente danach noch knapp vier Jahre bei Air Transat, bevor er im Frühling 2013 in Mirabel verschrottet wurde.

Zwei Dutzend eigene Boeing 757-236 betrieb Iberia um die Jahrtausendwende, darunter kamen noch sieben von Air Europa eingemietete Exemplare. Die EC-HDU wurde im Februar 2000 übernommen und verliess den spanischen Flagcarrier acht Jahre später. Die nächsten knapp sechs Jahre stand sie bei Air Baltic als YL-BDC im Einsatz, ihr Karriereende verbrachte sie anschliessend in Russland bei Royal Flight als VQ-BTM, bevor sie Ende 2019 in Goodyear abgestellt wurde.

Bei einem Besuch in Paris Orly durfte man sich immer auf kleinere Überraschungen gefasst machen. So erschien beispielsweise auf dem Air Europa-Kurs anstelle der üblichen B737-800 auch mal die B767-33A(ER) EC-IQA. Die im Sommer 1994 an Sobelair ausgelieferte Maschine ist heute noch aktiv, mittlerweile als Paketfrachter für Amazon als N1997A.

EC-IQA

c/n: 27310

s/n: 545

Francesco Frasa 7.4.2006 ORY

Damals wie heute aktiv bei Iran Air ist der Airbus A300B4-605R EP-IBD, hier im Anflug auf Orly aufgenommen. Er wurde im Oktober 1993 als SX-BEL an Olympic Airways ausgeliefert und fand im März 2005 den Weg in die Flotte des iranischen Flagcarriers.

Eine traditionsreiche Marke in der französischen Luftfahrt war zweifellos die im Spätsommer 2019 verschwundene Aigle Azur. Bereits 1946 zum ersten Mal gegründet und 1955 an UAT (Vorgängerin von UTA) veräussert, erfolgt 1970 eine Neugründung unter dem Namen Lucas Air Transport, später Lucas Aigle Azur. Ab 2001 nennt sich die Airline nur noch Aigle Azur und konzentriert sich zunehmend auf den Verkehr zwischen Frankreich und Algerien, wobei sie auch vom Wegfall der zuvor stark in diesem Markt operierenden Khalifa Airways profitiert. Nebenbei werden auch weitere internationale Ziele bedient. Zur Flotte gehört im Frühling 2006 auch der aus Beständen von MyTravel Airways übernommene Airbus A321-211 F-GUAA. Er bleibt bis im Frühjahr 2014 bei Aigle Azur, daraufhin folgen als weitere Stationen AtlasGlobal (TC-ATY), Small Planet Germany (D-ASPD) und Air Moldova (ER-AXR), bevor er ab Frühjahr 2023 zum Frachter umgebaut wird und im Herbst 2025 zu FlyCAA nach Kongo Kinshasa ausgeliefert wird, wo er als 9S-AJM eingesetzt wird.

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