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Auch SAS bestellte die DC-9, doch orderte sie explizit zwei Varianten, die speziell nach den Wünschen der SAS gebaut wurden. Die DC-9-21 wie die SE-DBP kombinierte den kurzen Rumpf der DC-9-10 mit den Tragflächen der DC-9-30, welche im Gegesatz zu den Tragflächen der kleinen Schwester über hier im Bild gut sichtbare Vorflügel verfügten. Nur zehn Einheiten des Musters wurden gebaut, da SAS die einzige Kundin blieb. Daneben bestellte SAS anstelle der DC-9-32 die um zwei Sitzreihen verlängerte DC-9-41 mit einer Kapazität für 125 Passagiere, die lediglich in einer Stückzahl von 71 Exemplaren gebaut wurde, davon 49 für SAS und 22 für TDA TOA Domestic Airlines, Japan.

Erst mit dem Langstrecken-Muster DC-10 konnte der Hersteller McDonnell Douglas Lufthansa zu einem Kauf beim langjährigen Boeing-Konkurrenten überzeugen. Insgesamt elf Einheiten des Dreistrahlers bestellte Lufthansa, drei weitere orderte ihre Chartertochter Condor, wovon eine, die D-ADSO, später zur Mutter transferiert wurde. Die D-ADAO wurde als erste der bestellten DC-10-30 am 12. November 1973 ausgeliefert. Interessant ist, dass Lufthansa die Kennzeichen der DC-10 etwas gewöhnungsbedürftig auf dem zweitletzten Buchstaben durchdeklinierte, auf die D-ADAO folgte also die D-ADBO, dann die D-ADCO und so weiter. Auf eine D-ADIO verzichtete Lufthansa übrigens, wohl weil man eine makabere Assoziation mit dem italienischen «addio» befürchtete, obwohl das IO auch passend als «10» hätte interpretiert werden können.

Per Dezember 1987 gründete THY Turkish Airlines mit der BHT Bogaziçi Airlines eine eigene Chartertochter, die sie mit je zwei Boeing 707-300B, Boeing 727-200 Adv. und McDonnell Douglas DC-10-10 wie der TC-JAU aus ihren Beständen ausstattete. Nach nur fünfzehn Monaten Betrieb wurde BHT im Februar 1989 wieder in die Muttergesellschaft integriert, ebenso wie die Boeing 727 und die DC-10.

Der Besuch der Hawaiian Air Douglas DC-8-62H N8969U am Rhein/Main-Flughafen ist einem MAC-Charter für das US Militär geschuldet – mittlerweile ist auch das im Sommer zuvor nur halb bemalte Heck mit dem vollständigen Gesicht der Miss Hawaii 1964, Leina'ala Drummond, geschmückt.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 15.5.1988 FRA

Als zweites Flugzeug des Typs erwirbt Point Air kurz vor Weihnachten 1985 die DC-8-71 F-GMFM. Die einst für JAL Japan Airlines gebaute Maschine wurde 1982 als eine der ersten DC-8 Super Sixty im Auftrag ihres damaligen Besitzers ONA Overseas National Airlines auf moderne CFM56-Triebwerke umgerüstet und stand anschliessend als N917R im Einsatz. Die beim Umbau angebrachte neue Bemalung der ONA bliebals Grundbemalung bei Point Air erhalten und wurde später auch auf der DC-8-61 F-GDPS angebracht.

F-GMFM

c/n: 46099

s/n: 507

Nicky Scherrer 22.4.1988 BSL

Die von Maurice Freund gegründete Point Air betrieb zwei «lange» DC-8: Die aus Capitol Airways Beständen übernommene DC-8-61 F-GDPS «Les Trois Voltas», die weiterhin mit den ursprünglichen Pratt & Whitney JT3D-3B-Triebwerken im Einsatz blieb, sowie die DC-8-71 F-GMFM «Région Réunion», die schon ihre Vorbesitzering Overseas National Airways mit leiseren CFM56-Triebwerken nachrüsten liess, was die Leistung des Flugzeugs deutlich verbesserte. Die weniger agile F-GDPS verliess im November 1987 als erste die Flotte, um bei Nationair Canada auf Charterflügen zu dienen.

F-GDPS

c/n: 45981

s/n: 352

Lukas Lusser 9.11.1987 BSL

CTA Canafrica de Transportes Aereos hatte ihren Ursprung auf den kanarischen Inseln, von wo aus sie im Sommer 1987 zunächst mit zwei DC-8-61 wie der EC-DZA den Betrieb aufnahm.

Hawaiian-Bilder aus Europa lassen sich nur mit tiefem Graben im Archiv finden, und meist handelt es sich dabei um Truppenflüge im Auftrag des US Military Airlift Command. Im Sommer 1987 konnte man Hawaiian aber regelmässig in Zürich antreffen. Auf dem wöchentlichen US-Charterflug des Schweizer Reisebüros «Ferien Service» kam durchgehend die DC-8-62H N8969U der IAL International Air Lease/Batchelor Air Group (Miami) zum Einsatz, die an Hawaiian Air vermietet war, wobei leider das unbemalte Ersatzruder das Hecklogo verunstaltete. Der Flug landete jeweils am Samstag-Abend aus Miami kommend am Flughafen Kloten. Nach einem Nightstop mit Crew-Rest führte er am Sonntag-Vormittag zurück.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 28.6.1987 ZRH

Die 1961 in Jugoslawien gegründete Adria Airways führte zunächst Charterflüge in befreundete Staaten in Nordafrika und im Mittleren Osten durch. Nachdem das Handelsunternehmen InterExport eine Beteiligung an Adria Airways erworben hatte, firmierte sie zeitweise als Inex-Adria Airways. Die in dieser Zeit von Alitalia übernommene ersten Douglas DC-9 prägten dabei auch die Bemalung, entsprechen doch die schmalen blauen Kabinenstreifen der ursprünglichen Alitalia-Farbgebung vor der Einführung deren ikonischen grün-weiss-roten Designs. Auch die DC-9-32 YU-AHJ wurde von Alitalia bestellt, jedoch nie übernommen und direkt an Adria Airways ausgeliefert.

YU-AHJ

c/n: 47239

s/n: 466

Lukas Lusser 4.6.1987 DBV

Aviaco wurde schon 1949 als Inlandairline gegründet, stieg aber ab den 1970er Jahren stark in das Chartergeschäft ein. Hierfür setzte sie eigene ebenso wie aus Iberia-Beständen zugeteilte Douglas DC-8 und Douglas DC-9 ein, hier etwa die über eine vergrösserte Reichweite verfügende DC-9-34 EC-DGB.

EC-DGB

c/n: 48103

s/n: 925

Lukas Lusser 30.3.1987 LPA
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