Historische Lufthansa Starliner wird in Münster/Osnabrück bemalt

20.01.2025    Quelle: D. Döbberthin - Korrespondent FMO         

Lufthansa wird ihre Lockheed L-1649A Starliner D-ALAN im Juli beim Flugzeuglackierer APS-Altitude Paint Services am Flughafen Münster/Osnabrück in die 1950er Bemalung der Lufthansa lackieren lassen. Dafür wird das Flugzeug in Einzelteilen auf einem Tieflader vom Flughafen Hamburg aus zum Flughafen Münster/Osnabrück transportiert, und später auf dem gleichen Wege nach Frankfurt gebracht.

Dort soll sie ab Herbst bei der Lufthansa-Verwaltung zusammen mit der Ju-52 D-AQUI (D-CDLH) als «Gate Guard» ausgestellt werden, pünktlich zur 100-Jahr Feier des Unternehmens Anfang 2026. Für die beiden historischen Zeitzeugen soll ein verglaster Hangar entstehen, in dem sie fortan bestaunt werden können.

Bei der nun zu bemalenden D-ALAN handelt es sich allerdings nicht um ein ehemaliges Flugzeug der Lufthansa, sondern um die für TWA gebaute N7316C «Star of the Tigris». Die «echte» D-ALAN steht heute als Museumsflugzeug - in Lufthansa-Farben - im Fantasy of Flight Museum in Polk, Florida.

Die zu restaurierende «D-ALAN» in Form der geretteten ehemaligen TWA L-1649A Starliner können wir heute noch nicht zeigen, da sie noch zerlegt und grundiert in Hamburg weilt. Die «echte» frühere D-ALAN strandete 1979, nun als N974R regitriert, nach einer Odyssey als Frachtflieger immer noch mit blauem Lufthansa-Kabinenstreifen in Florida, bevor sie eine verdiente Ruhestätte im Museum erhielt (Lukas Lusser, Sanford, 15.2.1989).

Die Ju-52 D-CDLH wurde zwischen 1986 und 2019 von der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung betriebsbereit vorgehalten und zu besonderen Anlässen auf Rundflügen eingesetzt. Auch für die L-1649 Starliner war zunächst vorgesehen, sie wieder in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und sie regelmässig auf Passagier-Sonderflügen einzusetzen. Nach mehrjährigen aufwendigen Arbeiten in Maine, wo das Flugzeug erstanden wurde, scheiterte das Vorhaben an den aus dem Ruder laufenden Kosten und der technischen Herausforderung, einen Airliner von 1957 kompatibel zu den Sicherheitsvorschriften des Jahres 2025 herzurichten.

Bis 2019 flog die Junkers Ju52/3m D-CDLH als D-AQUI «Berlin-Tempelhof» für die Deutsche Lufthansa Berlin-Stiftung und besuchte regelmässig Luftfahrtsveranstaltungen wie etwa die Hamburg Airport Days (Lukas Lusser, Hamburg, 14.9.2007).

Auch die Ju-52 D-AQUI, die der Starliner in Frankfurt Gesellschaft leisten wird, ist übrigens nicht das Original, sondern ein für die norwegische DNL Det Norske Luftfartselskab als LN-DAH gebautes Flugzeug. Doch auch die «echte» D-AQUI existiert noch, ausgestellt in einer Halle des Technikmuseums Speyer.