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Hawaiian Air betrieb einige ihrer «kurzen Neuner» bis Ende der 1980er Jahre. Die DC-9-14 N930EA stiess sogar erst im Juni 1986 mietweise von Emerald Air zur Flotte und verliess sie Ende 1988 wieder mit der Rückgabe an ihren Besitzer.

Bereits im Frühjahr 1968 konnte Hawaiian Air zusätzlich zu den kurzen DC-9-10 die ersten Exemplare der weitverbreiteten Version DC-9-31 in Dienst stellen, darunter auch die werksneu gelieferte N905H.

Die McDonnell Douglas DC-9-32CF N934F flog zwischen 1972 und 1985 bei Hawaiian Air, unterbrochen durch Vermietungen an Itavia (1979) an den Casino-Charter Betreiber Great American Airlines (1981-1984). Gebaut wurde sie ursprünglich für ONA Overseas National Airlines, die häufig Einsätze für das US-Militär flog und deshalb ein zum Transport von Fracht umrüstbares Modell mit einem Frachttor auf dem Hauptdeck wünschte.

Zwischen 1976 und 1980 bewarb sich Hawaiian Air mehrmals um die Logistik-Aufträge der US-Streitkräfte und baute hierfür in Macon, Georgia, eine Frachttochter auf, die insgesamt acht verschiedene Lockheed L-188 Electra im Rahmen der Inland-Frachtflüge des «Logair»-Programms einsetzte. 1980 gab Hawaiian den Auftrag inklusive der Flugzeuge an Zantop International ab. Auch die L-188PF N415MA, später auf N341HA umregistriert, ging diesen Weg und flog anschliessend noch bis 1992 bei Zantop.

Mit einem etwas modifizierten Erscheinungsbild mit kleinerem Logo und Aufschriften wartet die Hawaiian Air Cargo Lockheed L-188AF N340HA auf den nächsten Logistik-Auftrag.

Ab Oktober 1975 modernisierte Hawaiian Air ihre Inter-Island-Flotte mit der grösseren DC-9-51, die zwar für eine starke Geräuschentwicklung bekannt war, zugleich aber das wirtschaftlichste Muster der klassischen DC-9-Familie darstellte. Die N619HA stiess als erste von 18 Einheiten zur Flotte.

Im Winter 1983/84 übernahm Hawaiian Air ihre ersten, gebraucht erworbenen Langstreckenjets in Form der DC-8 Super Sixty-Familie, die es ihr erstmals erlaubten, das Geschäft über die Pendelflüge zwischen den Inseln Hawaiis auszuweiten. Die ehemalige Braniff International DC-8-62 N1807 flog zwischen 1983 und 1990 in einer Einklassenkonfiguration für 207 Passagiere bei Hawaiian.

N1807

c/n: 45904

s/n: 309

Sammlung Andy Herzog Februar 1984 MIA

Auch die lange DC-8-63 – zu ihrer Zeit das Flugzeug mit der höchsten Passagierkapazität – fand den Weg zu Hawaiian Air. Die aus Iberia respektive Aviaco-Beständen erworbene N4934Z war eines von zwei Exemplaren mit 250 Economy-Sitzen, die neben Hawaii-Urlaubern immer wieder auch Militärcharter durchführten.

N4934Z

c/n: 46079

s/n: 476

Seymour A. Hills August 1984 OAK

Hawaiian-Bilder aus Europa lassen sich nur mit tiefem Graben im Archiv finden, und meist handelt es sich dabei um Truppenflüge im Auftrag des US Military Airlift Command. Im Sommer 1987 konnte man Hawaiian aber regelmässig in Zürich antreffen. Auf dem wöchentlichen US-Charterflug des Schweizer Reisebüros «Ferien Service» kam durchgehend die DC-8-62H N8969U der IAL International Air Lease/Batchelor Air Group (Miami) zum Einsatz, die an Hawaiian Air vermietet war, wobei leider das unbemalte Ersatzruder das Hecklogo verunstaltete. Der Flug landete jeweils am Samstag-Abend aus Miami kommend am Flughafen Kloten. Nach einem Nightstop mit Crew-Rest führte er am Sonntag-Vormittag zurück.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 28.6.1987 ZRH

Der Besuch der Hawaiian Air Douglas DC-8-62H N8969U am Rhein/Main-Flughafen ist einem MAC-Charter für das US Militär geschuldet – mittlerweile ist auch das im Sommer zuvor nur halb bemalte Heck mit dem vollständigen Gesicht der Miss Hawaii 1964, Leina'ala Drummond, geschmückt.

N8969U

c/n: 46070

s/n: 467

Lukas Lusser 15.5.1988 FRA
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